Langer Galopp am Rhein als Highlight des Distanzrittes Sevelen

Christina Hanns aus Buchs gewinnt am Distanzritt Sevelen Silber im Final der OKV-Endurance-Light-Prüfung.

Corinne Hanselmann
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Stefanie Eichenberger (Nr. 4) gewinnt mit El Rayo Ghalyela das Rennen CEN* 87 km. (Bilder: Corinne Hanselmann)

Stefanie Eichenberger (Nr. 4) gewinnt mit El Rayo Ghalyela das Rennen CEN* 87 km. (Bilder: Corinne Hanselmann)

Distanzreiten Zwischen 25 und 87 Kilometer ritten die Teilnehmer des vom Distanz- und Freizeitreitverein Rheintal organisierten Zwei-Länder-Distanzrittes mit Start in Sevelen. Bei diesem «Marathon» zu Pferd geht es darum, eine lange Strecke je nach Kategorie so schnell wie möglich oder aber nach einer vorgeschriebenen Geschwindigkeit zu überwinden. Kondition und Gesundheitszustand des Pferdes werden dabei von Tierärzten überprüft.

Strecken führten nach Salez und nach Balzers

Vier Reiterinnen und ein Reiter nahmen früh morgens um 7 Uhr die 87 Kilometer des Distanzrennens CEN* unter die Hufe. Die erste 31-Kilometer-Runde führte sie vom Stall Jogglisdamm in Sevelen mehr als 13 Kilometer dem Rheindamm entlang nach Salez und von dort über Haag, Gams und Buchs wieder nach Sevelen. Unterwegs standen den Reitern Betreuungspunkte zur Verfügung, an denen die Pferde mit Wasser gekühlt und getränkt werden konnten. Nach einem Gesundheitscheck durch den Tierarzt und einer kurzen Pause in Sevelen starteten sie ein zweites Mal auf diese Runde. Zuletzt ging es für die Reiter des Distanzrennens auf die 25-Kilometer-Strecke, welche über Weite nach Balzers und auf der Liechtensteiner Seite zurück führte. Das Tempo lag in diesem Finish bei rund 19 km/h.

Frédérique Ernst (links) gewann mit Miss Kiss die Prüfung EVG 4 vor Lea Kehlhofer (rechts) mit Mietkes Naual.

Frédérique Ernst (links) gewann mit Miss Kiss die Prüfung EVG 4 vor Lea Kehlhofer (rechts) mit Mietkes Naual.

«Man muss sein Pferd gut einschätzen können»

Die 13-jährige Vollblutaraberstute El Rayo Ghalyela von Stefanie Eichenberger hatte letztlich die Nase vorn. Mit einer Totalzeit von 5:22:13 und einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 16,2 km/h gewinnt die Aargauerin im CEN* vor dem Welschen Zoltan Barsi mit Gazal Yuuki. Dritte wurde Veronika Münger, die auch schon Schweizer Meisterin und WM-Teilnehmerin über 160 Kilometer war, mit ihrem Pferd Ups du Cavallon.

Die langen, flachen Galoppaden dem Rhein entlang seien das Highlight des Distanzrittes Sevelen und gleichzeitig eine Herausforderung, wie Siegerin Stefanie Eichenberger sagt.

«Das Pferd muss fit sein und man muss es gut einschätzen können, um es nicht zu überfordern.»

Der Finish mit dem hohen Tempo sei anspruchsvoll gewesen. «Ich bin stolz auf das Pferd!» Das Paar hat bereits vor zwei Jahren in Sevelen gewonnen.

Reiter und Pferd bilden ein Team

Franziska Sollberger gewinnt im Final des OKV-Endurance-Light Gold. Christina Hanns (links) aus Buchs und Sabrina Duft (rechts) sichern sich Silber und Bronze.Bild: Corinne Hanselmann

Franziska Sollberger gewinnt im Final des OKV-Endurance-Light Gold. Christina Hanns (links) aus Buchs und Sabrina Duft (rechts) sichern sich Silber und Bronze.Bild: Corinne Hanselmann

Ebenfalls in Sevelen fand der Final der beliebten Einsteigerprüfung Endurance Light über 25 Kilometer des Verbandes Ostschweizerischer Kavallerie- und Reitvereine (OKV) statt. Zehn Reiter waren hier am Start. Gold durfte sich am Ende Franziska Sollberger umhängen lassen. Die aus dem Kanton Solothurn angereiste Reiterin hat die Strecke im Sattel von Miel mit einer Geschwindigkeit von 11,69 km/h absolviert. Die Tierärzte haben im Ziel einen Puls von 35 Herzschlägen gemessen, was in die Wertung einfliesst. Denselben Puls hatte auch das Pferd Syrano von Christina Hanns aus Buchs, doch sie war sechs Sekunden langsamer und gewann somit Silber. Sie hat letztes Jahr angefangen mit dem Distanzreiten. Auf diese Disziplin aufmerksam geworden ist sie durch die Besitzer ihres Pflegepferdes Syrano. Im August konnte sie mit dem argentinischen Criollo-Pferd in Oberembrach gar einen Endurance-Light-Ritt gewinnen. Auch Siegerin Franziska Sollberger hat Gefallen gefunden am Distanzreiten.

«Man ist draussen und reitet in verschiedenen Gegenden. Ausserdem fasziniert es mich, dass man ein Team mit seinem Pferd bildet in dieser Disziplin. Es braucht beide.»

Die Ranglisten sind hier zu finden.

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