Trotz Föhn: Gäste fühlen sich in der wieder eröffneten Staubern-Bahn sicher

Die wieder eröffnete Staubern-Bahn in Frümsen hat am Osterwochenende überdurchschnittlich hohe Frequenzen registriert. Die Verantwortlichen freuen sich auch über unerwartet grosses Interesse an Saisonkarten.

Armando Bianco
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Reibungslos wieder in Betrieb gegangen: Die Staubern-Bahn in Frümsen erfreute sich über das Osterwochenende grosser Nachfrage. (Bild: Gian Ehrenzeller/Keystone)

Reibungslos wieder in Betrieb gegangen: Die Staubern-Bahn in Frümsen erfreute sich über das Osterwochenende grosser Nachfrage. (Bild: Gian Ehrenzeller/Keystone)

Just zur Wiedereröffnung gab es am Ende des langen Osterwochenendes zwei Tage mit Föhn – eine erste Bewährungsprobe für die Staubern-Bahn. Der Südwind hat mutmasslich eine Rolle gespielt beim Unglück Ende Oktober, als eine Gondel der Bahn entgleiste.

Wie Rückmeldungen der Fahrgäste zeigen, haben sich diese trotz Föhn in der Gondel sehr sicher gefühlt. Die gemessenen Windgeschwindigkeiten waren permanent deutlich unter dem zugelassenen Höchstwert. So konnte die Bahn über alle Ostertage ohne Unterbruch mit gutem Gefühl betrieben werden», sagt Mediensprecher Ralph Dietsche gegenüber dem W&O.

Winde und Turbulenzen dreidimensional erfassbar

Nach dem Unfall im vergangenen Herbst hat eine zusätzliche Überprüfung sämtlicher Sicherheitsvorkehrungen stattgefunden. Zur bestehenden Windmessanlage wurden zusätzlich zwei neue Messstellen auf den Stützen installiert.

«Diese können die Windrichtungen und Windgeschwindigkeiten dreidimensional erfassen, also auch Aufwinde und Turbulenzen.»

Weiter wurden bei den Seilbahnstützen sogenannte Einweiser montiert. Diese stabilisieren die Kabine den Masten entlang zusätzlich.

Der Andrang sei für ein Frühlingswochenende überdurchschnittlich hoch gewesen. Vergleiche mit den Ostertagen von Vorjahren seien hingegen schwierig, da diese Feiertage jedes Jahr etwas anders liegen und auch die Schneeverhältnisse mitentscheidend sind.

«Mit der Wiedereröffnung sind wir sehr zufrieden und freuen uns auf eine hoffentlich gute Bergsaison», stellt Ralph Dietsche fest. Die Freude sei generell gross gewesen, Verunsicherungen bei Fahrgästen habe man nicht gespürt. Unerwartet gross sei das Interesse an Saisonkarten für die Bahn. «Das zeigt uns, dass die Gäste nach wie vor Vertrauen in die Anlage und die Betreiberfamilie haben. Das Ereignis vom Oktober 2018 war einzig in einigen Gesprächen unter Gästen ein Thema.»

Berggasthaus ist schon zu Fuss erreichbar

Berggänger interessiert es natürlich, weshalb die Bahn entgleisen konnte. Dazu könne man jedoch noch keine Stellung nehmen, da der Untersuchungsbericht der Staatsanwaltschaft noch nicht vorliegt. Ralph Dietsche:

«Wir können aber sagen, dass wir mit der Bahn mit bestem Wissen und Gewissen fahren und die Sicherheit der Fahrgäste an oberster Stelle steht.»

Nach Staubern kann man übrigens auch ohne Seilbahn gelangen. Der Weg von Frümsen zum Berggasthaus ist bereits gut begehbar. An wenigen Stellen muss noch ein paar Schritte über Schneefelder gewandert werden. Die Wanderwege vom Hohen Kasten und der Saxerlücke sind hingegen wegen des Schnees noch nicht empfehlenswert.