Trotz Wasserknappheit: Die Fussballplätze in der Region bleiben grün

Aufgrund der ausgeprägten Trockenheit benötigten die Werdenberger Fussballplätze regelmässige Pflege. Erst ein mehrwöchiger Regen kann die Wasserknappheit endgültig entschärfen.

Bianca Helbling
Drucken
Teilen
Viele Fussballplätze kämen ohne Bewässerung auf keinen grünen Grashalm. (Bild: Benjamin Manser)

Viele Fussballplätze kämen ohne Bewässerung auf keinen grünen Grashalm. (Bild: Benjamin Manser)

Wie viele andere Schweizer Regionen bleibt auch der Kanton St. Gallen nicht von der Trockenheit verschont. Auch wenn die Temperaturen langsam sinken, bleibt die Lage bedenklich. Selbst bei intensiven Regengüssen kann es Wochen dauern, bis sich die Pegel wieder normalisieren. Nahezu alle Bäche im Kanton sind teilweise trockengefallen oder auf dem tiefsten Stand seit 1908. Der kantonale Führungsstab bittet die Bevölkerung ausdrücklich um sparsamen Umgang mit Wasser (W&O vom 23. August). Anstelle der normalerweise sprudelnden Fülle am kostbaren Gut, versiegen die Quellen, veröden die Bäche und überhitzen die Seen. Der fehlende Niederschlag kombiniert mit der allgegenwärtigen Hitze sorgte für rekordtiefe Grundwasserpegel.

Werdenberger Institutionen folgen dem Aufruf

Die Verantwortlichen der Schulhäuser der Region ergreifen Massnahmen, um den Verbrauch so gering wie möglich zu halten, wie etwa das Oberstufenschulhaus Türggenau. Hauswart Reto Siegrist verzichtet auf eine Bewässerung des Sportplatzes. Zudem wurden die Brunnen der Schule abgeschaltet. «Bei diesen Temperaturen hätte der Rasen zweimal täglich gewässert werden müssen, um nicht zu vertrocknen. Die Schüler dürfen die Rasenfläche weiterhin betreten, aber ich erwarte eine Schädigung des Platzes», so Siegrist. «Eventuell müssen wir im Frühjahr sanieren.»

Die Stadt Buchs hat ebenfalls Massnahmen ergriffen, um das kühle Nass zu schützen. Hier wurde neben Blumenbeeten einzig der Fussballplatz während der heissesten Phase des Sommers getränkt. Laut dem Werkhof Buchs, der für den Unterhalt verantwortlich ist, war dies nötig, um den Rasen für die Meisterschaft vorzubereiten. Ohne die maschinelle Bewässerung wäre die Fläche komplett verdorrt und unbespielbar geworden. Die Renovierung des Rasens wäre ein enormer finanzieller Aufwand.

Dass der FC Buchs mit diesem Problem nicht alleine ist, zeigt der Blick auf die Fussballplätze in der Region. Das leuchtend grüne Kleid vieler Klubrasen steht in starkem Kontrast zu den gelb-braunen Naturwiesen ringsum. Für den FC Buchs ist die Bewässerung aktuell jedoch nicht mehr erforderlich, da bereits sporadische Regengüsse den Rasen mit der nötigen Feuchtigkeit versorgen.

Markus Kaufmann von der Stadtkanzlei ergänzt, dass die Stadt Buchs auf freiwilliger Basis von jeglicher zusätzlichen Bewässerung absehe. «Wir wollen im Sinne eines schonenden und nachhaltigen Umgangs mit Wasser die Ressource nicht übermässig nutzen.» Die Menge des verbrauchten Wassers werde jederzeit mit der Wasserversorgung Buchs abgesprochen. Somit bleibt auch für die Bevölkerung genügend vom Lebenselixier.