Fussball-Nationalmannschaft
Ohne lautes Getöse eingerückt: Das Eintreffen der Nati-Spieler in Bad Ragaz war eine langwierige und stille Angelegenheit

Für die Fussball-Europameisterschaft (11. Juni bis 11. Juli) bereitet sich die Schweiz in heimischen Gefilden vor. Tröpfchenweise trafen die Nati-Spieler am Mittwoch im St.Galler Kurort ein.

Robert Kucera
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Steven Zuber (links) und Edimilson Fernandes (hinten).
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Granit Xhaka.
Manuel Akanji.
Yvon Mvogo.
Gespannt warten Medienvertreter und Zaungäste, welcher Nationalspieler als Nächstes vorfährt.
Yann Sommer (links) und Nico Elvedi.
Remo Freuler.
Ruben Vargas.
Denis Zakaria.
Andi Zeqiri.
Kevin Mbabu.
Mario Gavranovic.
Admir Mehmedi.
Jonas Omlin.
Fabian Schär.

Steven Zuber (links) und Edimilson Fernandes (hinten).

Bild: Robert Kucera

Mittwochmorgen im Hotel Grand Resort in Bad Ragaz: Geschäftiges Treiben an der Rezeption, es wird ein- und ausgecheckt. Die Concierge gibt einem Gast Auskunft, vor der Ein- und Ausgangspforte verabschieden sich ein paar Leute so herzlich, wie es die Maskenpflicht und die Abstandsregeln zulassen.

Nichts deutet darauf hin, dass grosse Prominenz unterwegs ist, um hier Quartier zu beziehen. Denn die Schweizer Fussballnationalmannschaft bereitet sich im St. Galler Kurort auf die Europameisterschaft vor. Der Nati-Zusammenzug steht also unmittelbar bevor.

Doch weder jetzt noch später, während dem Anreisezeitfenster ist das spürbar. Grosses Kino also von der Affiche her – doch der Rummel ist überschaubar, respektive findet gar nicht statt.

Die neuste Attraktion in Bad Ragaz

Der St. Galler Kurort hat folglich seit Mittwochmorgen eine weitere Attraktion zu bieten. 29 Skulpturen der lebendigen Art, sie gehören dem exklusiven Kreis der Fussball-Nationalspieler an, sind zum Camp für die bevorstehende Fussball-Europameisterschaft in Bad Ragaz eingerückt. Nicht zu vergessen sind die zahlreichen Staff-Mitglieder der Nati.

Vom Schweizerischen Fussballverband war im Voraus zu vernehmen, dass es am Mittwoch ein Anreisezeitfenster von 9.30 bis 13 Uhr gäbe. Doch der einzige Frühaufsteher war schliesslich Trainer Vladimir Petkovic, der mit gutem Beispiel voran ging und zeitig anreiste. Das Gros der Medienvertreter hat ihn verpasst.

Bis zur Mittagszeit erreichten tatsächlich nur wenige Nationalspieler das Grand Resort. Enttäuscht mussten die Fotografen einige Male die gezückten Kameras senken, als sich herausstellte, dass das vorgefahrene Auto zwar eines Grossverdieners im Fussball würdig war, aber es sich halt kein Ballkünstler am Steuer oder auf dem Beifahrersitz befand.

Lachend, grüssend oder bereits im Tunnelblick

Erst nachdem die Glocke in der nahe gelegenen evangelischen Kirche zwölf Mal schlug, kam mehr Bewegung in Spiel: In
immer kürzeren Abständen fuhren die Schweizer Nationalmannschaftsmitglieder vor und rückten so ins Trainingslager ein.

Sie taten dies auf unterschiedliche Art und Weise. Die einen übten bereits den konzentrierten Tunnelblick vor dem entscheidenden Spiel und schritten wort- und grusslos in den inneren Bereich. Andere freuten sich über die Schar der Fotografen und winkten ihnen zu oder begrüssten das eine oder andere bekannte Gesicht persönlich.