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Krankenversicherungen für Tiere:
Für den Notfall gewappnet sein

Tierversicherungen werden immer beliebter. Tritt nämlich der Fall der Fälle ein, können sie den Tierbesitzern viel Geld einsparen. Im glücklichen Alltag sind sie teilweise aber ganz schön kostspielig.
Jessica Nigg
Die ärztliche Behandlung des geliebten Vierbeiners kann die finanziellen Möglichkeiten von Tierhaltern an die Grenzen bringen. (Bild: Jessica Nigg)

Die ärztliche Behandlung des geliebten Vierbeiners kann die finanziellen Möglichkeiten von Tierhaltern an die Grenzen bringen. (Bild: Jessica Nigg)

Während eines Hundelebens von rund 13 Jahren kommen für Futter, Pflege, Schulung und dergleichen zwischen 21 420 und 24 840 Franken zusammen, bei Katzen und einer Lebenserwartung von rund 15 Jahren sind es 12 970 bis 13 170 Franken. Der Kaufpreis ist in diesen Kosten nicht enthalten. Diese, vom Internetvergleichsdienst Comparis veröffentlichten, Zahlen halten die wenigsten Tierhalter in spe davon ab, sich einen oder mehrere vierbeinige Freunde ins Haus zu holen.

Leider verteilen sich die Kosten nicht gleichmässig auf ein fix zu erwartendes Lebensalter; schnell ist etwas passiert. Das Tier wird plötzlich krank oder hat einen Unfall. Solche Vorfälle können mit hohen Kosten verbunden sein, was für Tierbesitzer zu einer finanziellen Herausforderung werden kann.

«Eine Chemotherapie für einen Hund oder eine Katze kann ein paar tausend Franken kosten.»

Dies erklärt Felix Schneuwly, Leiter der Öffentlichkeitsarbeit bei Comparis.ch. Ebenfalls teuer sind Magendrehungen, verschluckte Fremdkörper oder Knochenbrüche. Bei Katzen sind es vor allem Abszeesse, Knochenbrüche, verschluckte Fremkörper und Zahninfektionen, die zu Buche schlagen. Immer mehr Tierhalter greifen deshalb zu einer Tierversicherung. Zwar sind erst etwa 3 Prozent der rund 600 000 Hunde und 1,5 Millionen Katzen in der Schweiz gegen Krankheit und Unfall versichert, die Tendenz ist aber steigend.

Altersgrenzen beschränken Aufnahme von Tieren

Tierarztkosten können schnell in die Höhe gehen. (Bild: Reto Martin)

Tierarztkosten können schnell in die Höhe gehen. (Bild: Reto Martin)

«Eine Tierversicherung lohnt sich dann, wenn der materielle oder immaterielle Wert eines Tieres hoch ist», erklärt Felix Schneuwly. Hunde können ab etwa 11 Franken und Katzen ab etwa 5 Franken pro Monat versichert werden. Je nach Versicherung kann die Jahresprämie jedoch bis zu 600 Franken betragen.

Möglich ist der Abschluss einer Tierversicherung bei verschiedenen Anbietern. Bei manchen gibt es allerdings eine Altersbegrenzung:

«Versicherbar sind bei uns Hunde und Katzen ab dem 3. Lebensmonat bis zum vollendeten 4. beziehungsweile 6. Lebensjahr.»

Das erklärt Leilah Ruppen, Medensprecherin bei der Mobiliar. «Einmal versicherte Tiere können bis zum Lebensende versichert bleiben, solange die Haustierversicherung nicht aufgehoben wird», erklärt sie weiter. Bei Hunden und Katzen, die älter als sieben Jahre sind, ist die Aufnahme in eine Versicherung schwierig bis unmöglich.

Es gibt verschiedene Versicherungsvarianten mit unterschiedlichen Selbstbehalten und Deckungen. Somit variieren auch die Prämien je nach Anbieter und Leistungen einzelner Versicherungen.

Für jedes Budget ist eine passende Tierversicherung vorhanden. Diese beteiligt sich je nach Versicherungsvariante unterschiedlich stark an den Behandlungskosten des versicherten Vierbeiners. Es werden beispielsweise Leistungen an Tierarztkosten, chirurgische Ein- griffe, Medikamente oder alternative Behandlungsmethoden erbracht. Auch radiologische Untersuchungen sowie Notfalltransporte können abgedeckt werden.

Breites Spektrum an Angeboten

Katzen können ab 5 Franken pro Monat vrsichert weren, Hunde ab 11 Franken. (Bild: Tagblatt)

Katzen können ab 5 Franken pro Monat vrsichert weren, Hunde ab 11 Franken. (Bild: Tagblatt)

Mittlerweile ist die Palette an angebotenen Leistungen breit gefächert: So können Aspekte in die Versicherung aufgenommen werden wie Unterstützung bei Verlust, Verschwinden oder Entlaufen des Tieres, Hilfe bei Meldeformalitäten und Suchmass- nahmen oder die Sicherung der Zukunft des Tieres selbst nach Ableben des Halters. Der Anbieter Epona versichert zum Beispiel auch die Organisation der Unterbringung des Tieres bei einem Bekannten oder in einer Tierpension und dem Transport des Tieres dorthin bei Krankheit, Unfall oder Tod des Tierhalters.

Selbst für den Fall, dass dem Halter auf Reisen ohne sein Tier etwas zustossen sollte, kann vorgesorgt werden: Versichert ist dann aufgrund einer dringlichen und unerwarteten Notfallsituation die Unterbringung des Tieres in einer Tierpension oder bei einem Bekannten.

Welchen Kostenanteil die Versicherung übernimmt und welche Leistungen genau gedeckt sind, steht jeweils in den allgemeinen Versicherungsbedingungen der verschiedenen Anbieter. Da es zwischen ihnen grosse Unterschiede gibt, lohnt sich ein Vergleich.

Hinweis: Eine Tier-Krankenversicherung ist nicht mit der Haftpflichtversicherung zu verwechseln. In letzterer sind Schäden enthalten, welche das Haustier verursacht, keine tierärztlichen Behandlungen.

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