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Für Skicross-Rennfahrer Jonas Lenherr ist jedes Weltcup-Rennen ein Höhepunkt

Der Gamser Jonas Lenherr gehört zur breiten Weltspitze. Doch nur mit Konstanz über die ganze Saison geht es ganz nach vorne.
Robert Kucera
Skicross-Rennfahrer Jonas Lenherr will diese Saison in jedem Weltcuprennen im Kampf um den Sieg mitreden. (Bild: Robert Kucera)

Skicross-Rennfahrer Jonas Lenherr will diese Saison in jedem Weltcuprennen im Kampf um den Sieg mitreden. (Bild: Robert Kucera)

In einem Monat, wenn es die Bedingungen zulassen, fährt Jonas Lenherr das erste Weltcup-Rennen in Val Thorens (Frankreich). «Die Spannung ist gross vor dem ersten Rennen. Denn man weiss nicht genau, wo man steht, ob man Fortschritte erzielt hat und was die anderen gemacht haben», sagt der Gamser. Lenherrs Worten entnimmt man jedoch keine Unsicherheit. Sondern Vorfreude auf die neue Saison – und grosse Motivation.

Diese Saison stehen weder Olympische Spiele noch Weltmeisterschaften auf dem Programm. Die Konzentration gilt dem Gesamtweltcup. Oder in Lenherrs Fall jedem einzelnen Wettkampf. «Für mich ist jedes Rennen ein Höhepunkt. Ich will mein Bestes geben und versuchen zu gewinnen», hält der 30-Jährige fest.

15 Podestfahrer in der vergangenen Saison

Denselben Plan verfolgen im Weltcup-Zirkus aber alle, die in einzelnen Rennen ihr Können angedeutet oder unter Beweis gestellt haben. Der Traum vom Gesamtweltcup lebt auch bei Jonas Lenherr. «Wie bei etwa 20 anderen auch», mutmasst er.

Vor einem Jahr vorne weg: Jonas Lenherr gewann das Auftaktrennen in Arosa. (Bild: Gian Ehrenzeller/Keystone)

Vor einem Jahr vorne weg: Jonas Lenherr gewann das Auftaktrennen in Arosa. (Bild: Gian Ehrenzeller/Keystone)

Mit seiner Schätzung liegt der Gamser fast richtig. Betrachtet man die Resultate des letzten Winters, so standen in den elf Weltcup-Rennen 15 verschiedenen Fahrer auf dem Podest, 19 Athleten erreichten mindestens einmal einen Finallauf. Sogar 28 Rennfahrer absolvierten einen oder mehrere Halbfinalläufe und wiesen Ende Saison Top-8-Ergebnisse auf.

«Für den Gesamtsieg muss man konstant gut Skifahren und stets den Halbfinal erreichen»,

beurteilt der letztjährige Achte des Gesamtweltcups die Lage und hält weiter fest: «Ich habe noch Luft nach oben.»

Eine Steigerung ist somit von Nöten. Denn Lenherr fuhr letzte Saison einmal zum Sieg und schied zweimal im Halbfinal aus. Zum Vergleich: Der beste Schweizer, Alex Fiva, wurde Gesamtdritter mit einem Sieg, zwei weiteren Podestplätzen, total fünf Finalläufen und stand nur zweimal nicht im Halbfinal. Deshalb hat Lenherr den Sommer auch nicht im Liegestuhl verbracht. «Man muss immer dran bleiben.» Änderungen im Trainingsablauf hat er keine vorgenommen. «So wie immer», sagt er. «Kraftaufbau und Kondition.» Punkto Material kam es ebenfalls zu keinen gravierenden Anpassungen. «Ein paar neue Ski-Modelle getestet und neue Schuhe. Das gehört dazu, ist aber jedes Jahr so.»

Strecken fordern die Athleten weniger

Will sich Jonas Lenherr diesen Winter von der breiten Masse der Weltklassefahrer abheben, sind auf den Skicross-Strecken grösste Präzision gefragt und fehlerfreie Fahrten. «Bereits letztes Jahr wurden die Pisten entschärft. Es ist nicht mehr so anspruchsvoll, die Kurse wurden einfacher. Das finde ich schade», bedauert er. Dem Gamser wäre es lieber, wenn die schwierigen technischen Elemente weiter bestehen würden. Dazu kommt, dass man die Sprünge entschärft und für weniger Tempo in den Läufen gesorgt hat.

«Jeder Fehler wird nun hart bestraft»,

so Lenherr. Eine Wiedergutmachung bei anspruchsvollen Schlüsselstellen entfällt.

Gut für die Spannung – Jonas Lenherr setzt allerdings ein
Fragezeichen hinter den sportlichen Wert. Aus seiner Sicht gibt es so mehr Zufallssieger. «Mal schauen wie es dieses Jahr wird», lässt er durchblicken, dass es Hoffnung gibt und die Pisten herausfordernder präpariert werden. «Die einen sagen, es bleibt gleich. Andere, dass es schwieriger wird. Lenherr gibt nicht viel auf diese Aussagen. «Ich fahre einfach und probiere präzis zu fahren. Es wird kein Meter und keine Zeit vergeben.»

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