Fünf Tage nach der Lawine ist die Saxerbergstrasse geräumt und freigegeben

Nachdem die Bonalochläui am Sonntagabend die Saxerbergstrasse in Frümsen verschüttet hatte, wurde sie nun wieder freigegeben. Der Wanderweg zum Tratt bleibt gesperrt. Die Gemeinde Sennwald will den exponierten Strassenabschnitt bei künftigen ähnlichen Lawinensituationen früher sperren.

Corinne Hanselmann
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Die Saxerbergstrasse ist geräumt und wieder freigegeben. (Bild: Werner Heeb)

Die Saxerbergstrasse ist geräumt und wieder freigegeben. (Bild: Werner Heeb)

Die Lawinensituation hat sich sehr schnell entspannt, da die Schneedecke gut verfestigt ist. Die grossen Schneemengen, welche noch an den Hängen sind, werden sich bei Erwärmung portionenweise entladen und sollten für die Saxerbergstrasse keine Gefahr mehr bedeuten, schreibt die Gemeinde Sennwald in einer Medienmitteilung. Deshalb wurde die Saxerbergstrasse mit dem Bagger geräumt und durch Lawinenexperte Werner Heeb heute Mittag freigegeben. Eine Lawine hatte die Strasse am Sonntagabend zwischen «Aspe» und «Haldehüser» verschüttet.

Der Wanderweg zum Tratt bleibt aus Sicherheitsgründen weiterhin gesperrt, da dort jederzeit kleinere Rutsche und die Zimmeräx-Läui kommen können.

Künftig will man früher sperren

Es konnte nicht damit gerechnet werden, dass die Bonalochläui so weit vorstossen wird, da die Stauräume noch nicht gefüllt waren, schreibt die Gemeinde weiter. Es hat jedoch eine erste Lawine den nördlichen Kanal verstopft und damit die Lawine gerade über die Wiese umgeleitet. Bei einer ähnlichen Lawinensituation müsse diesem Umstand zukünftig Rechnung getragen und der exponierte Strassenabschnitt sicherheitshalber früher gesperrt werden.

In ihrer Mitteilung dankt die Gemeinde der Feuerwehr und der Polizei für den Ersteinsatz, dem Experten Werner Heeb für die fachliche Betreuung und den Anwohnern für ihr Verständnis.

Lawine verschüttet Bergstrasse in Frümsen

Am Sonntagabend um etwa 17 Uhr verschüttete die Bonaloch-Lawine die Saxerbergstrasse. Personen oder Häuser kamen keine zu Schaden. Die Strasse bleibt allerdings bis auf weiteres gesperrt.
Katharina Rutz