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Früher gab es im Rathaus aufwendige Handarbeit und Schockkur

Seit 100 Jahren dient das ehemalige "Rote Haus" in Azmoos als Wartauer Rathaus. ehemalige und heutige Mitarbeiter haben in einer Erinnerungsrunde auf grundlegende Veränderungen im Rathausbetrieb zurück geblickt, welche in den letzten 50 Jahren erfolgt sind.
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Arbeit im Rathaus früher und heute

Die Bürowelt im Rathaus in Azmoos vor 50 Jahren mutet heute an wie ein Museum. Grosse Aktenschränke, ein Arbeitskittel und rein mechanische Schreibmaschinen prägten den Alltag der Mitarbeiter auf der Gemeindeverwaltung.

Um 1965 mussten die Einwohner den Einzahlungsschein für ihre Steuererklärung noch selbst ausfüllen. Der Zahltag an die Gemeindeangestellten wurde in bar ausbezahlt. Und für die jährliche Hundelösung fuhr man im Auto von Dorf zu Dorf.

In den Büros wurde gepafft

Man kannte keine Kaffeepausen, in den Büros wurde geraucht, Teamsitzungen gab es nur im Ausnahmefall - und wenn, dann wusste man: "Jetzt geht's um etwas Ernstes."

Frauen unter den Angestellten gab es im Rathaus jahrzehntelang kaum. Die Änderung begann in den 90er-Jahren, bei den Lehrlingen. Die ersten Computer - mächtige, umständliche Maschinen - wurden Mitte der 70er-Jahre aufgestellt.

Auch im Rathaus Wartau wurde den Bürgern in früheren Zeiten mit einer gewissen Autorität begegnet "Man hatte eine gewisse Macht", meint die Erinnerungsrunde. "Schwierige Kunden", das zeigt ein Beispiel der Runde, wurden auch einmal mit einer Schockkur "behandelt" - mit Erfolg. Erst in den 1990er-Jahren begann man, sich selber als Dienstleister zu verstehen und die Einwohner als Kunden und Kundinnen. Heute geht man mit den Leuten definitiv anders um. Die Bürger sind heute kritischer und informierter. Zudem ist die Arbeit im Rathaus viel professioneller und gründlicher geworden.

Ausführlicher über die interessanten Veränderungen im Rathausbetrieb und die Erinnerungen des ersten Lehrlings im Rathaus Azmoos berichtet der Werdenberger & Obertoggenburger" in der Ausgabe vom 2.Juni 2018. (wo)

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