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Piratheepan Somasundaram aus Sri Lanka hat den verletzten Mäusebussard behutsam eingefangen. (Bilder: Katharina Rutz)

Piratheepan Somasundaram aus Sri Lanka hat den verletzten Mäusebussard behutsam eingefangen. (Bilder: Katharina Rutz)

Grabser rettet Greifvögel vor dem Tod an der Autobahn

Von November bis April füttert Fredi Bühler aus Grabs am Buchser Trattstall Vögel – und das seit 30 Jahren. Täglich wendet er rund zwei Stunden dafür auf. Mit dabei ist auch sein Helfer Piratheepan Somasundaram aus Sri Lanka. Sie sind ein eingespieltes Team.
Katharina Rutz

Drei Greifvögel sind an diesem Morgen an der Futterstelle hinter dem Trattstall der Ortsgemeinde Buchs. Sie schauen sich aufmerksam um und senken dann ihre Schnäbel wieder zum Fleischbrocken, von dem sie kleine Stücke rupfen und in ihren Kropf schlucken. Die Besucher, die sie aus dem Fenster des Stalls beobachten, tolerieren sie eine Weile und fliegen dann doch sicherheitshalber davon. Alle ausser einem. Ein näherer Augenschein zeigt: Der Mäusebussard kann nicht mehr auffliegen. Er ist verletzt.

Der Bussard füllt sich seinen Kropf an den Fleischabfällen.

Der Bussard füllt sich seinen Kropf an den Fleischabfällen.

Piratheepan Somasundaram fängt ihn ein und zusammen mit Fredi Bühler suchen sie nach der Verletzung. Dabei erklärt Fredi Bühler seinem «Lehrling» die verschiedenen Körperteile des Bussards. Gebrochen hat der Vogel zum Glück nichts. Fredi Bühler setzt ihn vorübergehend in einen Käfig. Später wird er mit ihm zum Tierarzt fahren.

Piratheepan Somasundaram (links) und Fredi Bühler untersuchen den verletzten Mäusebussard.

Piratheepan Somasundaram (links) und Fredi Bühler untersuchen den verletzten Mäusebussard.

50 Kilogramm Fleisch pro Winter

Typisch für einen verletzten Vogel hält dieser seinen Schnabel geöffnet.

Typisch für einen verletzten Vogel hält dieser seinen Schnabel geöffnet.

So einen Pflegling hat Fredi Bühler jedes Jahr. Seit knapp 30 Jahren füttert er bereits Greif- und Singvögel beim Trattstall. Mit dem Füttern der Greifvögel hat der ehemalige Polizist begonnen, um die Unfallopferzahlen von Greifvögeln nahe der Autobahn zu minimieren. Dies mit Erfolg, wie er sagt.

Die Greifvögel erhalten Fleischabfälle aus der Metzgerei. «Dieses Fleisch wurde durch den amtlichen Fleischkontrolleur geprüft und stammt ausschliesslich von gesunden Tieren», betont Fredi Bühler.

Rund 13 Kuhköpfe werden pro Winter an die Greifvögel verfüttert.

Rund 13 Kuhköpfe werden pro Winter an die Greifvögel verfüttert.

Rund 13 Kuhköpfe und 50 Kilogramm Fleischabschnitte verfüttert er jährlich. Am meisten kommen Mäusebussarde an seine Futterstelle, dieses Jahr waren auch erstmals Rotmilane dabei. Der Feldornithologe füttert auch Singvögel. Die Futtermischungen stellt er jeweils selber her. «Dabei mische ich den jeweiligen Arten ihr Futter individuell», so Bühler.

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