Frauenchor Buchs feierte sein 100-Jahr-Jubiläum

In der Aula Flös fand am Sonntag das gut besuchte Konzert zum 100-Jahr-Jubiläum des Frauenchors Buchs statt. Nebst dem bunten Lieder-Blumenstrauss sorgte zwischendurch das Percussion-Ensemble «Mallet Fun» der Musikschule Werdenberg für eine klangvolle Showtime.

Hans Hidber
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Die aufgestellte Sängerinnenschar mit abwechslungsreichem Programm mit ihrer Leiterin Barbara Koller (ganz links).

Die aufgestellte Sängerinnenschar mit abwechslungsreichem Programm mit ihrer Leiterin Barbara Koller (ganz links).

«Wir feiern das 100-Jahr-Jubiläum, aber man würde es uns nicht ansehen», meinte Annelies Bosshard, Präsidentin des Frauenchors bei ihrer Begrüssung der zahlreich erschienen Konzertgäste. Das Konzert unter der souveränen Leitung von Barbara Koller und in witziger Weise von Pfarrer Erich Guntli moderiert, stand unter dem Titel «Das possierliche an Tieren sind die menschlichen Manieren». So waren in sämtlichen aufgeführten Liedern meistens mehr als nur ein Tier präsent – von der Grasmücke bis zum Elefanten.

Gestartet wurde mit «Des Finken Frühlingslied» von Julius Gersdorff. Schon bei diesem Einstieg des stattlichen Sängerinnenschar fiel der ausgewogene und kultivierte Chorklang mit fein abgestimmter Dynamik auf. Auch Schuberts «Grüner wird die Au» und der «Morgenwind» passten gut zum Wonnemonat Mai, der schon immer Literaten und Komponisten zu Frühlings- und Liebesliedern animierte.

Vergnüglich und leichtfüssig

Zu einem frohen Jubiläumskonzert würde Dramatisches oder Melancholisches nicht gut passen. So war das ganze Liedprogramm von einer fröhlichen Leichtigkeit geprägt; die humorvollen Kommentare des Moderators Erich Guntli trugen zur aufgestellten Stimmung bei. So etwa bei Mozarts Kanon «Bona Nox» in «purifizierter Fassung», denn der Originaltext ist, wie Guntli bemerkte, dem damals auch bei Mozart nicht unüblichen deftigen «Fäkal-Liedgut» zuzuordnen. Der auf Nox reimende Ochs blieb zwar erhalten, der Rest der Urfassung soll hier besser nicht erwähnt werden.

Viele Facetten kamen im Volkslied eines unbekannten Komponisten «Auf einem Baum en Kuckuck sass» zum Ausdruck. Eingeflochten sind Melodien von Mozart, Bach, Beethoven & Co. Nach verschiedenen weiteren hörgefälligen Titeln galt der Abschluss einer eher ungeliebten Spezies: «Über de Gotthard flüget Bräme, die cheibä Bräme … »

Das Percussion-Ensemble sorgte für heisse Rhythmen unter der Leitung von Geri Dobler (rechts). (Bilder: Hans Hidber)

Das Percussion-Ensemble sorgte für heisse Rhythmen unter der Leitung von Geri Dobler (rechts). (Bilder: Hans Hidber)

Ein klangvolles Intermezzo

Zwischen den beiden Gesangsblöcken des Frauenchors entführte das Percussion-Ensemble «Mallet Fun» der Musikschule Werdenberg unter der Leitung von Geri Dobler das Publikum in eine ganz andere Klangwelt. Andreas Graf glänzte als Solist am Xylofon. Die heissen Rhythmen liessen das Publikum nicht mehr ruhig auf ihren Stühlen sitzen.

Nebst der «Perkussion in Aktion», «Saholyx» und «Look out little Ruth» wurde mit «Sagada» für Body Percussion auf originelle Weise demonstriert, wie man mit Händen, Fingern, Füssen und menschlicher Stimme auch ohne Instrumente auskommen kann. Die verdiente Standing Ovation am Schluss des vielseitigen Konzertes galt sowohl dem Frauenchor als auch dem Percussion-Ensemble für ihre hervorragenden Darbietungen.