Palliativpflege
Fortbildungstag, um die Lebensqualität von Sterbenden zu steigern

Die Pizolcare AG hat im Kursaal in Bad Ragaz dem Pflegepersonal von Spitex und Heimen sowie den MPAs einen Fortbildungstag zur Palliativpflege angeboten. Dieses Mal standen Notfallsituationen im Zentrum.

Katrin Wetzig
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Ein wichtiger Aspekt der Weiterbildung: Für den Erfahrungsaustausch unter Fachkräften findet man am runden Tisch zusammen.

Ein wichtiger Aspekt der Weiterbildung: Für den Erfahrungsaustausch unter Fachkräften findet man am runden Tisch zusammen.

Bilder: Katrin Wetzig

Mit Dr. med. Urs Keller, Geschäftsführer und Verwaltungsratspräsident der Pizolcare AG, der dipl. Pflegefachfrau und Pizolcare-Spitex-Koordinatorin Barbara Schneiter-Rusconi, Dr. med. Ina Bujard, Oberärztin für Palliativmedizin des Spitals Walenstadt, und Partnern aus dem Förderverein und der Industrie standen kompetente Fachkräfte als Referierende und Gesprächspartner zur Verfügung. Diese Chance liessen sich 45 Pflegende aus Spitex und Heimen und 48 MPAs, alle aus der Region Sarganserland/Werdenberg, nicht entgehen.

Notfallsituationen stehen im Vordergrund

Bilder: Katrin Wetzig

Insbesondere der interdisziplinäre Dialog ist in der Pflege von Patienten in der letzten Lebensphase entscheidend, wenn man die Lebensqualität am Lebensende optimieren- und Notfallsituationen vermeiden möchte. Dazu müssen alle Beteiligten (Patient, Angehörige des Patienten, Ärzte und Pflegende) optimal zusammen agieren. Wichtige Faktoren dabei sind die Kommunikation und die Dokumentation. Am Morgen ging es um die häufigsten Notfallsituationen im Palliative-Care-Setting. Ina Bujard machte deutlich, dass es sich dabei um Situationen handelt, die unbehandelt die Lebensqualität drastisch reduzieren, akut lebensbedrohlich sind und allenfalls eine unerträgliche Belastung für den Patienten und sein Umfeld umfassen. Die Ärztin zeigte auf, dass es vielfältige Behandlungsmöglichkeiten gibt und man genau abwägen muss, was im konkreten Fall die wirksamsten Massnahmen sind.

Erfahrungsaustausch am runden Tisch.

Erfahrungsaustausch am runden Tisch.

Bilder: Katrin Wetzig

Im Referat von Barbara Schneiter-Rusconi wurde deutlich, wie wichtig die interprofessionelle Zusammenarbeit ist. Schwerkranke wollen in der Regel in Würde und vertrauter Umgebung und in Mitbestimmung bezüglich ihrer Therapie sterben, ohne unnötig zu leiden. Sie wollen respektiert werden und ehrliche Antworten auf ihre Fragen bekommen. Sie wünschen sich Beistand für sich und ihre Angehörigen in dieser schwierigen Zeit.

Am Nachmittag referierte Ina Bujard zur Anwendung von Medikamenten in der palliativen Betreuung und machte diesbezüglich auf Stolpersteine aufmerksam. Symptome wie Schmerz, Magenbeschwerden, Unruhe, Verwirrtheit, Schlaflosigkeit, Erschöpfung und Angst haben verschiedene Erscheinungsbilder und können mit diversen Medikamenten behandelt werden.

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