Flumserberg Ladies Open
Spannende Ausgangslage: Drei Golferinnen liegen gleichauf

Nach der zweiten Runde auf dem Golfplatz Gams-Werdenberg hat sich die Lage zusgespitzt: An den Flumserberg Ladies Open liegen Krystina Napoleaova (Tschechien), Katharina Mühlbauer (Österreich) und Charlotte Back (Deutschland) punktgleich in Führung.

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Nach der zweiten Runde nach wie vor beste Schweizerin: Priscilla Schmid.

Nach der zweiten Runde nach wie vor beste Schweizerin: Priscilla Schmid.

Daniel Stauffer

Gedränge an der Ranglistenspitze des Flumserberg Ladies Open. Die Österreicherin Katharina Mühlbauer, die Tschechin Kristyna Napoleaova und die Deutsche Amateurin Charlotte Back liegen nach zwei von drei Runden schlaggleich mit sechs unter dem Par an der Spitze. Acht weitere Spielerinnen lauern mit einem oder zwei Schlägen Rückstand - und dahinter folgen schon die besten Schweizerinnen.

Mit einem Steigerungslauf, der an den Turniersieg von 2019 erinnerte, stürmte Elena Moosmann zu einer 67, der besten Runde des Tages und ihrer bisher besten auf der Tour in den geteilten 12. Rang. Dritte und Fünfte war sie zuletzt in Schweden auf ihren einzigen beiden Profiturnieren des Jahres geworden und hatte gezeigt, dass sie gute in Form ist. Nach den, wie sie fand «mühsamen» ersten Neun des Freitags, auf denen sie auf den Greens viele Chancen liegen liess, vermochte die 19-Jährige Zugerin ihre guten Eisenschläge endlich in Birdies umzuwandeln. Jetzt kann man gespannt sein, was die Longhitterin auf die Finalrunde vom Samstag zustande bringt.

Das siebte Turnier scheint das Beste zu werden

Zwölfte wie Moosmann ist Priscilla Schmid. Nach 70 Schlägen am Donnerstag spielte sie am Freitag eine 71er-Runde. «Damit kann ich zufrieden sein», sagte die 21-Jährige, die wie Moosmann analysierte: «Ohne ein paar vergebene Birdie-Chancen hätte es noch mehr werden können.» Schmid ist erst im Mai Profi geworden, das siebte Turnier auf der Tour verspricht ihr Bestes zu werden. Ihre Zielsetzung ist die der meisten jungen Golferinnen: Zuerst European Tour dann LPGA.

Ihre Vita hingegen ist ganz speziell: Bis in den Kindergarten lebte sie in Basel, dann zog die Familie Schmid in die Heimat der Mutter nach Uruguay. Das Land gilt als die Schweiz Südamerikas, aber mit nur 13 Plätzen ist es alles andere als eine Golf-Nation. Sechs Jahre absolvierte Schmid zur Ausbildung auch noch in den USA, weshalb sie neben Spanisch fliessend Englisch mit amerikanischem Akzent spricht. Schweizerdeutsch versteht sie gerade so, sagt sie – ganz im Gegensatz zu ihrem Vater, der sie in Gams als Caddy begleitet. Bei ihm ist unüberhörbar: Basler Dialekt.

Im Gegensatz zu früheren Jahren zitterte man in Gams nicht um jede Schweizerin, die den Cut (minus 9) übersteht. Gleich acht Schweizerinnen sind am Samstag noch im Turnier, darunter eine Reihe weiterer Amateurinnen mit bemerkenswerten Scores. Elena Colombo spielte 1 unter dem Par, was ihr als beste Schweizerin in der Jahresrangliste durchaus zuzutrauen war. Bemerkenswert hingegen das Plus-1-Zwischenergebnis von Amélie Weber. Obschon sie gegenüber dem Donnerstag zwei Schläge einbüsste, ist die Proette Christina Gloor mit demselben Zwischenresultat und einem Kampf mit sich selbst «nicht unzufrieden». (pd)

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