Firmenübernahme durch Variosystems: Bei Buchser Firma Solve Engineering können alle Mitarbeitenden bleiben

Am 30. April hat die Firma Variosystems AG aus Steinach die Firma Solve GmbH aus Buchs übernommen. Solve Engineering wird in Zukunft als eigenständiges Unternehmen innerhalb der Variosystems Gruppe geführt. Der Standort in Buchs mit seinen 30 Mitarbeitenden bleibt erhalten.

Alexandra Gächter
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Geschäftsleitung von Solve GmbH in Buchs: Patrik Neff (links) und Daniel Gillmann

Geschäftsleitung von Solve GmbH in Buchs: Patrik Neff (links) und Daniel Gillmann

PD

Mit der Übernahme von Solve Engineering wird eine «längere, gut funktionierende Partnerschaft zu einem Zusammenschluss gebracht», schreibt die Buchser Firma in ihrer Medienmitteilung. Ein entscheidender Faktor für den Zusammenschluss ist, dass die «Chemie» zwischen Variosystems und Solve stimmt. Daniel Gillmann, Geschäftsführer von Solve GmbH erinnert sich: «Seit über zehn Jahren pflegen wir eine aktive, konstruktive Partnerschaft mit Variosystems. Dies schlug sich in gegenseitigen Projekten und neuen Kunden nieder. Wir boten unsere Engineering-Dienstleistungen Variosystems an und sie waren der Fertigungspartner für unsere Kundenprojekte».

Keine Einverleibung

Daran wird sich nach der Übernahme nichts ändern. «Es ist eine Übernahme im Sinne eines Firmenkaufes. Wir werden Teil der Variosystems-Gruppe. Aber es ist keine Einverleibung. Wir bleiben mit unserem Namen Solve Engineering an unserem Standort an der Gewerbestrasse 4 in Buchs. Alle unsere 30 Mitarbeitenden können bleiben», sagt Geschäftsführer Daniel Gillmann. Er fügt an:

«Wir sind nun sozusagen eine eigene Abteilung der Variosystems in Steinach mit externem Standort in Buchs. »

Drei NTB-Absolventen gründeten Firma vor 20 Jahren

Die Buchser Firma Solve Engineering wurde im Jahr 2000 von Daniel Gillmann und zwei seiner Studienkollegen der NTB gegründet. «Angefangen habe ich in meinem Elternhaus. Wir waren drei NTB-Absolventen, die nach dem Studium als wissenschaftliche Mitarbeiter bei der NTB beschäftigt waren. Nach ein paar Jahren hatten wir das Gefühl, dass wir die von der NTB angebotenen Dienstleistungen auch selber anbieten können und machten uns selbständig. Nach vier Jahren zogen wir nach Buchs an den heutigen Standort», so Gillmann. Er fügt an:

«Wir wuchsen von drei auf 30 Mitarbeiter. Es ist eine Erfolgsstory.»

Bei der Gruppe Variosystems arbeiten weltweit um die 1600 Personen, davon 1000 in Sri Lanka, 230 in China, 180 in den USA, 6 in Kroatien sowie 220 in Steinach und neu 30 in Buchs. 

Norbert Bachstein, Co-CEO von Variosystems, blickt auf viele positive Synergien und Treffen mit dem Werdenberger Geschäftsführer zurück: «Seit dem Kennenlernen hatte ich einen sehr guten Draht zu Daniel Gillmann. Der Ausbau im Engineering-Bereich ist eine klare Strategie der Variosystems, jedoch war dies in einer sehr kurzen Zeit organisch nicht möglich. Dass alles gut zusammenpasste, zeigte sich in unserem gegenseitigen Vertrauen mit Handschlagqualität und in der Verfolgung der gleichen Strategien, als hundertprozentiger Dienstleister für die Kunden tätig zu sein».

Die beiden Variosystems-Geschäftsleiter Peter Germann (links) und Norbert Bachstein.

Die beiden Variosystems-Geschäftsleiter Peter Germann (links) und Norbert Bachstein.

PD

Variosystems-Co-Chef Norbert Bachstein ist am Telefon guter Dinge. Auf die Frage nach dem Einfluss des Virus sagt er:

«Der ist sehr gut. Corona beflügelt unser Geschäft.» 

Bachstein erklärt dies damit, dass Variosystems viel Elektronik für Beatmungsgeräte und andere essenzielle Medizinaltechnik entwickelt und herstellt. Beim Wort Beatmungsgeräte denkt man sofort an die Bündner Firma Hamilton Bonaduz, die solche Apparate herstellt und dies momentan auf Hochtouren.

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