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Berggebiet Toggenburg will Finanzierung dank der Berghilfe sichern

Zwei Fachleute der Schweizer Berghilfe gaben, im Anschluss an die Hauptversammlung des Gewerbevereins Alt St. Johann, Einblick in ihre Unterstützungstätigkeit für das Berggebiet.
Adi Lippuner
«Berghilfe»-Projektleiter Raphael Jacquet, Mirjam Tobler, Präsidentin Gewerbeverein, und Martin Reich, ehrenamtlich tätiger Experte der Schweizer Berghilfe (von links). (Bild: Adi Lippuner)

«Berghilfe»-Projektleiter Raphael Jacquet, Mirjam Tobler, Präsidentin Gewerbeverein, und Martin Reich, ehrenamtlich tätiger Experte der Schweizer Berghilfe (von links). (Bild: Adi Lippuner)

Der Slogan «Hilfe zur Selbsthilfe», steht bei der Schweizer Berghilfe an vorderster Stelle. Bekannt sind vor allem die Projekte, welche im landwirtschaftlichen Bereich unterstützt werden. Der Projektleiter Raphael Jacquet und der ehrenamtlich tätige Experte Martin Reich zeigten mit ihrem Referat am Donnerstagabend im Seminarraum der Raiffeisenbank Alt St. Johann auf, dass ganz verschiedene unternehmerische Ideen gefördert werden können.

Eines gleich vorweg: Um Gelder aus dem Topf der Schweizer Berghilfe zu erhalten, braucht es eine unternehmerische Idee, es soll Wertschöpfung ins Berggebiet gebracht werden, der Gesuchsteller braucht einen Business- sowie einen Finanzierungsplan. «Darin enthalten müssen Eigenmittel oder Eigenleistungen sein», wie Martin Reich betonte. Für die Restfinanzierung oder Finanzierungslücke könne ein Gesuch gestellt werden.

Mehrere Beispiele in näherer Umgebung

Gemäss Martin Reich konnten in der Vergangenheit im Toggenburg einige Projekte unterstützt werden. So der Baumwipfelpfad im Neckertal, die Kräuterfrauen Toggenburg, die Klangschmiede und ganz aktuell das Fernwärmeprojekt Alt St. Johann-Unterwasser, um nur einige zu nennen. «Wir wollen Wertschöpfung ins Berggebiet bringen, sanfte Tourismusprojekte anstossen, aber auch finanzielle Hilfe für Kurse im Digitalbereich leisten», betonte Raphael Jacquet.

Finanziert werden die Beiträge, jährlich können gesamtschweizerisch rund 25 Millionen Franken für 560 Projekte ausgeschüttet werden, durch Spenden und Legate. Die Schweizer Berghilfe konnte 2018 31,7 Millionen Franken, vorwiegend von Menschen, die in Städten und Agglomerationen leben, entgegennehmen. «Dieses Vertrauen verpflichtet uns, die eingereichten Gesuche genau zu prüfen und die Gelder im Sinne unserer Spender zu verwenden», so Martin Reich.

Angeregte Diskussion

Im Anschluss an die beiden Referate wurde rege diskutiert. So wollte eine der Anwesenden wissen, ob eine bestimmte Gesellschaftsform Voraussetzung für ein Gesuch sei oder ob auch Einzelunternehmer eine Chance haben. Martin Reich: «Die Gesellschaftsform ist nicht entscheidend, die bereits genannten Voraussetzungen müssen stimmen. Zudem gibt es eine Obergrenze, ein Unternehmen mit mehr als 50 Angestellten kann von uns nicht unterstützt werden.»

Die Frage, wie hoch die Finanzierungslücke, welche von der Schweizer Berghilfe übernommen wird, sein darf, wurde wie folgt beantwortet: «Es kommt auf die Gesamthöhe des Projekts an, unsere Beiträge liegen zwischen vier und 20 Prozent», so Martin Reich. Bezüglich Anzahl der jährlichen Spender für die Schweizer Berghilfe war zu erfahren, dass es jeweils rund 60000 Personen sind, die einen Beitrag leisten. «Mit dabei sind auch grössere Beträge, vor allem, wenn es um Legate geht», erklärte Raphael Jacquet.

Hinweis Mehr Infos im Internet unter www.berghilfe.ch.

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