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Feuerwerke in der Region: Zwischen Verbot und Abwarten

Nach den drei nördlichen Werdenberger Gemeinden verbietet auch Sevelen, mit Wirkung ab morgen Samstag, Feuerwerke und Feuer im Freien. Andere warten die heutige Lagebeurteilung des Kantons ab.
Thomas Schwizer
Bereits vier Gemeinden in der W&O-Region haben ein umfassendes Feuerwerk- und Feuerverbot im Freien beschlossen. (Bild: Andrea Stalder)

Bereits vier Gemeinden in der W&O-Region haben ein umfassendes Feuerwerk- und Feuerverbot im Freien beschlossen. (Bild: Andrea Stalder)

Die St.Galler Regierung wird heute Freitag entscheiden, ob sie noch weitere Massnahmen als das Feuerverbot im Wald empfiehlt, das sie am Dienstag aus­gesprochen hat. Der kantonale Führungsstab wird ihr eine entsprechende Empfehlung unterbreiten.

Buchs, Wildhaus-Alt St. Johann und Wartau beobachten und beurteilen die Situation in ihrer Gemeinde. Sollte der Kanton ein Feuerwerkverbot erlassen, haben sie dieses zu vollziehen. Andernfalls können sie eigenständig entscheiden, ob sie Feuerwerke verbieten wollen.

Trockenheit ist sehr ausgeprägt

Sennwald, Gams und Grabs haben nach einer Lagebeurteilung bereits ein totales Feuerwerk- und Feuerverbot im Freien erlassen (siehe Titelseite). Der Gamser Gemeindepräsident Fredy Schöb sagt, dass die Trockenheit in diesen drei Gemeinden sehr ausgeprägt sei. Hinzu komme, dass die Bäche kaum Wasser führen, um allfällige Flurbrände rasch bekämpfen zu können. Zudem habe man bewusst früh entschieden, bevor die Bevölkerung Feuerwerk für den 1. August kauft.

Bei der Umsetzung des umfassenden Verbots zählt Schöb vor allem auf die Eigenverantwortung der Bevölkerung und auf Hinweise an jene, die es nicht befolgen. Ein Verstoss gegen das Feuerwerkverbot ist strafbar.

Verbot auch in Sevelen, Buchs wartet ab

Inzwischen hat auch der Seveler Gemeinderat entschieden, aufgrund der Aussichten, die keine Entspannung erwarten lassen, ein Feuerwerk- und Feuerverbot analog jenem in Sennwald, Gams und Grabs zu erlassen. Das sagte Christian Gerhardt, stellvertretender Gemeindepräsident, auf Anfrage des W&O. Der entsprechende Beschluss werde vermutlich am Samstag veröffentlicht und in Kraft treten.

Buchs richtet sich nach den Weisungen und Empfehlungen des kantonalen Führungsstabes, heisst es aus der Stadtkanzlei. Der zuständige Ressortleiter Sicherheit und Verkehr, Stadtrat Jules Strub, beobachte die Situation in enger Zusammenarbeit mit der Abteilung Sicherheit, der Feuerwehr und dem Förster.

Wartau verzichtet auf umfassendes Verbot

Wartau hat gemäss Gemeindepräsident Beat Tinner das Feuerverbot im und um den Wald vollständig vollzogen. Dieses decke aktuell alle massgeblichen Gefahren ab. So wurden alle entsprechenden Feuerstellen geschlossen und Höhenfeuer in der Nähe des Waldes «abgeblasen». Er stehe mit Gemeinderat Martin Gabathuler, Ressortleiter Sicherheit und Landwirtschaft, in Kontakt.

Ein Feuer- und Feuerwerkverbot für das gesamte Gemeindegebiet wird es im Wartau nicht geben, sagt Tinner. Er sei hier für weniger staatliche Vorschrift und zähle auf die Eigenverantwortung der Bürger.

Wildhaus-Alt St.Johann wartet noch ab

Auch Wildhaus-Alt St. Johann hat die Verfügung des Kantons vom Dienstag umgesetzt und alle öffentlichen Feuerstellen im und beim Wald entsprechend gekennzeichnet. Ob ein Feuerwerkverbot nötig ist, werde Anfang nächster Woche entschieden, sagt Gemeindepräsident Rolf Züllig.

Die grossen Detailhändler Migros und Coop haben gestern bekanntgegeben, dass sie in der Ostschweiz und im Fürstentum Liechtenstein auf den Verkauf von Feuerwerkartikeln für den Nationalfeiertag verzichten, weil die Sicherheit Vorrang habe.

Auch Cheminée und Holzkohlegrill sind verboten

Der kantonale Führungsstab wird heute Freitag eine weitere Lageanalyse vornehmen. Am Dienstag hat er kantonsweit ein absolutes Feuerverbot im Wald und Waldnähe erlassen. Ein absolutes Feuerverbot im Freien hat der Führungsstab bisher nicht festgelegt. Der Kanton müsse die allgemeine Situation berücksichtigen, sagt Erwin Schweizer, stellvertretender Stabschef.
Im Ringkanton St. Gallen seien die Niederschläge in den vergangenen Wochen nicht überall in gleichem Mass ausgeblieben. Die Gemeinden hätten deshalb die Kompetenz, entsprechend ihrer örtlichen Situation weitergehende Verbote festzulegen. Bei einem absoluten Feuerverbot im Freien sind gemäss Schweizer «alle Glut und Funken bildenden Feuer untersagt», namentlich auch in Holzkohlegrills und Cheminées im eigenen Garten.
Grundsätzlich sei jeder, der ein Feuerwerk zündet, selbst verantwortlich und könne für Schäden haftbar gemacht werden.

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