Festlicher Abschluss des Rebjahrs

Ein Tag wie das diesjährige Winzerfest wird den Winzern und den unzähligen Gästen lange in Erinnerung bleiben. In diesem Jahr habe im Rebberg alles gestimmt, wie man es sich wünscht, lautete der allgemeine Tenor.

Heidy Beyeler
Drucken
Teilen
Heimweh-Saxer geniessen guten Wein vom Rosenberg und die gute Stimmung. (Bild: Heidy Beyeler)

Heimweh-Saxer geniessen guten Wein vom Rosenberg und die gute Stimmung. (Bild: Heidy Beyeler)

Das Frümsener Winzerfest am Trübliweg wird von Jahr zu Jahr immer beliebter. Schon früh am Sonntagmorgen strömten die Besucherinnen und Besucher bei angenehmen Temperaturen zu den Rebbergen in Sax und Frümsen. Auf dem Rosenberg von Hans und Brigitte Bernegger war die Festwirtschaft sowohl unter freiem Himmel wie auch im Stübli schon um elf Uhr besetzt.

«Das habe ich noch nie erlebt, dass so früh praktisch alle Sitzplätz besetzt waren», freute sich Hans Bernegger. Am Nachmittag sassen die Gäste weit verstreut auf der Wiese oder unter dem Apfelbaum und genossen den Rosenberger Wein aus Sax und die schöne Aussicht.

Rundum zufrieden mit dem Jahr

«Wir haben während der 15 Jahre, seit es das Winzerfest gibt, noch nie so viele Gäste begrüssen dürfen.» So und ähnlich war der Tenor auch von den anderen Winzern. Überhaupt sei das Jahr rund um den Rebberg einzigartig gewesen. «Wir mussten nicht gegen Mehltau spritzen. In der vergangenen Woche konnten wir wunderprächtige Trauben ernten – mit 99 Oechsle und ohne Fäulnis. Und, wir fuhren eine Rekordernte von über 1100 Kilo Trauben ein», sagt Bernegger.

Trockenheit und Hitze konnten den Reben nichts anhaben. Mit ihren langen Pfahlwurzeln wurden die heranwachsenden Früchte trotzdem ausreichend mit Wasser versorgt. Allerdings stand die Traubenlese deutlich früher ins Haus als gewohnt. «Schade, dass heute, am Winzerfest, die Trauben nicht mehr an den Reben hängen. Das erlebte ich zuvor erst einmal im Hitzesommer 2003», erinnert sich Hans Bernegger.

Jahr für Jahr zieht das Winzerfest – vor allem bei schönem Wetter – mehr und mehr Leute von auswärts an. Heuer reisten gar grössere Gruppen zum Fest nach Frümsen oder Sax. Mario Eggenberger, Betriebsleiter Staatswingert, hat 2011 erstmals als Besucher am Winzerfest teilgenommen. Seit 2012 ist er für den Wingert verantwortlich und es gab bis heuer nie ein verregnetes Fest. Es scheint, dass die Winzer in Frümsen und Sax am Winzerfest Wetterglück haben. Das heisse und trockene Sommerwetter hat die Kirschessigfliege dieses Jahr etwas zurückgehalten, weiss Mario Eggenberger. Ebenso blieben die Reben deswegen auch vom Mehltau verschont. «Das Insekt mag lieber etwas kühleres und feuchteres Wetter.»