FDP Werdenberg will Fachkräftemangel entgegenwirken +++ Kanton St. Gallen hat Schritt in richtige Richtung unternommen

Die FDP Werdenberg diskutierte an einem Podium, was man gegen den Fachkräftemangel tun kann.

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Daniela Graf-Willi (v.l.), Andreas Morf, Kantonsrat Thomas Toldo, Regierungsratskandidat Beat Tinner und Christian Lippuner diskutierten, wie man dem Fachkräftemangel entgegenwirken kann.

Daniela Graf-Willi (v.l.), Andreas Morf, Kantonsrat Thomas Toldo, Regierungsratskandidat Beat Tinner und Christian Lippuner diskutierten, wie man dem Fachkräftemangel entgegenwirken kann.

Bild: PD

(pd) Nirgends ist der Fachkräftemangel akuter als in der Ostschweiz. Dies ist das Resultat des Fachkräftemangel-Index von Adecco in Zusammenarbeit mit der Universität Zürich. Unter der Moderation von Kantonsrat Thomas Toldo diskutierten Regierungsratskandidat Beat Tinner, die Kantonsratskandidierenden Daniela Graf-Willi sowie Christian Lippuner und Andreas Morf das Thema Fachkräftemangel.

Ein Schritt in die richtige Richtung unternommen

In der Podiumsdiskussion im Frankenspalter-Fabrikladen wurden zuerst die Parameter rund um den Fachkräftemangel herausgeschält. Es herrschte Einigkeit, dass ein Mangel an Fachkräften besteht und uns der Fachkräftemangel noch längere Zeit beschäftigen wird. Dabei sind aber nicht alle Branchen und Hierarchiestufen gleichermassen betroffen. Nach dem Definieren der verschiedenen Anspruchsgruppen wurde das Augenmerk auf die Politik und die Wirtschaft gelegt.

Der FDP-Kantonsratsfraktionspräsident Beat Tinner zeigte dabei auf, dass der Kanton mit der neuen Fachhochschulorganisation und dem in Auftrag gegebenen Ausbau der Kinderbetreuungsplätze einen Schritt in die richtige Richtung unternommen hat. Daniela Graf-Willi und Andreas Morf wiesen in ihren Statements auf mögliche Massnahmen hin, welche die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, die Ausstrahlung der Region und ein intaktes gesellschaftliches Leben in der Region fördern. Christian Lippuner sah zusätzlich Potenzial in der flexibleren Ausgestaltung des Arbeitsgesetzes an die heutigen gesellschaftlichen Ansprüche.

Lehrlingsförderung ist wichtig

Einig waren sich die Podiumsteilnehmenden in der Aussage, dass der Staat nur sehr zurückhaltend eingreifen sollte. Bei der Frage nach den Möglichkeiten auf der Arbeitgeberseite zeigt sich, dass die Lehrlingsförderung an oberster Stelle stand. Aber auch die Mitarbeiterentwicklung, die verbesserten Möglichkeiten für Quer- und Wiedereinsteigende, die Arbeitszeitflexibilität oder ganz generell die Arbeitgeber-Attraktivität wurden als mögliche Argumente angeführt. In der Schlussrunde stellte Beat Tinner in Aussicht, dass er sich bei einer allfälligen Wahl in die Regierung für eine Anpassung des Volksschulgesetzes einsetzen werde.

Zudem gebe es Wirkungsmöglichkeiten, um die Schulabgängerinnen und Schulabgänger besser auf den Berufseinstieg vorzubereiten. Das Publikum engagierte sich seinerseits aktiv an der Diskussion, stellte Fragen oder gab Statements ab.