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FDP Werdenberg war zu Besuch in der Strafanstalt Saxerriet

Der Sessionshöck der FDP Werdenberg fand dieser Tage in der Strafanstalt Saxerriet statt. Die rund 50 Teilnehmenden informierten sich über die Strafanstalt und über die Themen der letzten Kantonsratssession.
Beat Tinner, Thomas Toldo, Katrin Frick und Martin Vinzens beim FDP-Höck in der Strafanstalt Saxerriet. (Bild: Doris Lippuner)

Beat Tinner, Thomas Toldo, Katrin Frick und Martin Vinzens beim FDP-Höck in der Strafanstalt Saxerriet. (Bild: Doris Lippuner)

(pd) Nachdem Regionalpräsident Christian Lippuner die zahlreichen Anwesenden in der Aula der Strafanstalt Saxerriet begrüsst hatte, versicherte Direktor Martin Vinzens, dass er keine und keinen der Anwesenden schon einmal bei sich begrüssen musste. Der gut platzierte Lacher war Auftakt in sein sehr interessantes Referat zum Thema «Freiheitsentzug im Saxerriet – Trends und Entwicklungen».

Neben dem Fokus auf die «geschlossene Übergangsabteilung», die für Insassen mit Abklärungsbedarf für eventuell offenen Vollzug vor sieben Jahren im Saxerriet eröffnet wurde («Ein Meilenstein») und eine Marktlücke im Strafvollzug schliesst, ging Vinzens vor allem auf den individuellen Ansatz im Begleitungsprozess während des Vollzuges ein:

«Wenn man die Leute im Vollzug verändern und auf das Leben danach vorbereiten will, muss die Atmosphäre stimmen und der Vollzug zur Person passen.»

Ersteres zeigt sich anschaulich im Erweiterungsbau der von 1998 bis 2002 erstellt wurde und dem Saxerriet den Übernamen «die Weisse Anstalt» einbrachte, letzteres vor allem im individualisierten Ausbildungs- und Betreuungsansatz, der im Saxerriet verfolgt wird.

Die deliktorientierte Arbeit mit den Insassen berücksichtigt auch, soweit sinnvoll, das jeweilige Umfeld der rund 110 Insassen, die aktuell aus 25 verschiedenen Nationen stammen. Diese haben während der Dauer des Vollzuges die Möglichkeit, von verschiedenen Bildungsangeboten zu profitieren, welche die individuelle Perspektive nach einem Austritt verbessern, und den Wiedereinstieg in das zivile Leben erleichtern kann.

Informationen aus dem Kantonsrat

Nach dem Vortrag von Direktor Vinzens gingen nacheinander Thomas Toldo, Beat Tinner und Katrin Frick auf verschiedene Themen der letzten Kantonsratssession ein. Thomas Toldo beleuchtete die beiden Bauprojekte der Gewerblichen Berufsschule in St. Gallen und des Kanti-Campus in Wattwil. Beides seien Projekte von in die Jahre gekommenen Bildungsbauten, die durch die Sanierungs-, respektive Ersatz- und Neubauten wieder zeitgemässen Ansprüchen und den Schülerzahlen entsprechen. Mit je rund 111 Mio. (GBS), bzw. 108 Mio. Franken (Wattwil) sind beides keine «günstigen» Vorhaben, da jedoch in beiden Fällen so überzählige Raumnutzungen aufgegeben werden können, ergeben sich jährliche Mieteinsparungen von 790000, respektive 725000 Franken.

Erklärungen zu möglichen Notkrediten für die Spitalverbunde verlangt

Beat Tinner berichtete von der durch die FDP-Fraktion eingereichte dringliche Interpellation, die von der Regierung Erklärungen zu möglichen Notkrediten für die Spitalverbunde verlangt. Da nämlich neben den aktuellen Baukrediten (rund 800 Mio. Franken) weitere Kontokorrent-Darlehen für laufende Kosten gewährt werden und zusätzlich Aufwendungen für notwendige, technische Geräte in der Höhe von rund 300 Mio. Franken anfallen werden, die nicht durch die Baukredite abgedeckt sind, ist nach der FDP-Fraktion absehbar, dass eine entsprechende Vorlage für Notkredite zur Volks-Abstimmung kommen muss.

10 Franken der Hundesteuer gehen an den Kanton

Katrin Frick informierte zum Schluss der Veranstaltung über die Neuerungen im Hundegesetz, welche der Rat behandelte. Neu werden dem Kanton 10 Franken der Hundesteuer – das neue, kommunal festzulegende Maximum wurde auf 200 Franken pro Hund festgelegt – abgegeben. Dieser ist neu für Massnahmen bei gefährlichen Tieren verantwortlich.

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