FC Buchs hat stark begonnen und stark abgebaut

Der FC Buchs hat zum Meisterschaftsauftakt stark begonnen. Weil sie in dieser Phase kein Tor erzielten und später einen sauberen Spielaufbau vernachlässigten, mussten die Zweitligisten schliesslich froh sein, dass sie kein Gegentor erhielten und einen Punkt gewannen.

Thomas Schwizer
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Torhüter Dario Caluori trug mit starken Aktionen dazu bei, dass Buchs ohne Gegentor blieb. (Bild: Thomas Schwizer)

Torhüter Dario Caluori trug mit starken Aktionen dazu bei, dass Buchs ohne Gegentor blieb. (Bild: Thomas Schwizer)

Am Schluss klatschten sich die Buchser Spieler ebenso ab wie jene von Au-Berneck 05. Sie sind ohne Gegentor in die 2.-Liga-Meisterschaft gestartet und haben einen Punkt gewonnen.

Buchs hätte zur Halbzeit führen müssen

Damit war denn auch der Buchser Trainer Raphael Rohrer zufrieden. «Wir nehmen diesen Punkt gerne.» Auch das Publikum war grundsätzlich zufrieden mit dem Unentschieden – auch wenn es sich nach den ersten 45 Minuten sicher mehr versprochen hatte.

Denn während rund 60 Minuten spielten die Gastgeber im ersten Spiel nach dem Abstieg souverän und stark auf. Der FC Buchs hätte zur Halbzeit in Führung liegen müssen. Die auf vielen Positionen neu besetzte Mannschaft erarbeitete sich mehrere tolle Chancen. Bei zwei davon war allerdings auch Pech im Spiel, als Leoran Amzi einmal den Pfosten (41.) und kurz darauf die Latte (43.) traf. Auch der Trainer ist sich aber bewusst, dass bei der Chancenauswertung noch Verbesserungspotenzial besteht.

In der ersten Halbzeit die Vorgaben super umgesetzt

Doch Raphael Rohrer hebt das Positive hervor: «In der ersten Halbzeit und zu Beginn der zweiten hat meine Mannschaft super umgesetzt, was ich ihr vorgegeben habe», freut er sich. Damit spricht er viel Ballbesitz, einen überlegten und ruhigen Spielaufbau, ein gutes Positionsspiel und viel Zug nach vorne an.

Mit dieser Spielweise dominierten die Buchser Au-Berneck über weite Strecken. Insbesondere mit den gelungenen Pässen in den freien Raum, auf die schnellen Stürmer, sorgten sie in der ersten Halbzeit für eine stete Unruhe und Gefahr im Strafraum der Gäste. Doch ein Tor wollte ihnen nicht gelingen.

Am Schluss den einen Punkt gerettet

Die Überzeugung, dass dieses in der zweiten Halbzeit schon fallen wird, schwand beim Publikum schon bald. Denn bereits zu Beginn der zweiten Halbzeit zeigten die Buchser nicht mehr den gleichen Zug aufs Tor der Unterrheintaler. Und je länger das Spiel dauerte, um so mehr haben sie auch den Spielaufbau überstürzt und das Positionsspiel vernachlässigt. Die Folge waren vermehrte Fehlpässe und verlorene Zweikämpfe.

Au-Berneck spürte dies und witterte die eigene Chance. In den letzten 20 Minuten erarbeiteten sich die Gäste sogar mehrere gute Möglichkeiten, und bei etwas mehr Kaltblütigkeit wären die Buchser für ihr Nachlassen bestraft worden. Doch Torhüter Caluori, der gegen Schluss von Auer Stürmern mehrmals hart angegangen wurde, und etwas Glück retteten ihnen den einen Punkt.

Trainer Rohrer: «Wir haben die Geduld verloren»

Was war der Grund für dieses zweite Buchser Gesicht? «Wir haben die Geduld verloren und wollten zu schnell nach vorne spielen. Zudem sind wir gegen Schluss etwas müde geworden», konstatiert der Neo-Trainer. Oder einfach ausgedrückt: «Wir haben uns das Leben selbst etwas schwer gemacht.»

Welche Verbesserung gibt er seiner Mannschaft für das zweite Meisterschaftsspiel als prioritäre Aufgabe mit? «Den sauberen Spielaufbau müssen wir über 90 Minuten durchziehen, dann kommt auch das Erfolgserlebnis in Form von Toren», ist Raphael Rohrer überzeugt.