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«Fahrende Bücher» fördern Kinder

Derzeit macht das Infomobil «Bücher auf Achse» Halt beim Schulhaus Hanfland Buchs und bei der Primarschule Weite. In einem umgebauten Lastwagenanhänger können Kinder in rund 700 Büchern schmökern.
Alexandra Gächter
Die Schülerinnen und Schüler der Schule Hanfland Buchs und der Primarschule Weite haben im Infomobil 700 Bücher zur Auswahl. (Bild: PD)

Die Schülerinnen und Schüler der Schule Hanfland Buchs und der Primarschule Weite haben im Infomobil 700 Bücher zur Auswahl. (Bild: PD)

Ob im Zusammenhang mit Pisa-Studien oder mit Kindern aus bildungsfernen Kreisen – der Ruf nach Leseförderung verebbt nicht. Denn Lesen gilt als Grundlage, die Tür und Tor zu jeglichem Wissen und Denken öffnet. Darum initiierten die Kinder- und Jugendmedien Zürich (KJM) lesefördernde Projekte. Eines davon ist das Infomobil «Bücher auf Achse». In einem umgebauten und beheizbaren Lastwagenanhänger können Schülerinnen und Schüler in Kinder- und Jugendbüchern stöbern.

Willkommene Ergänzung zur Schulbibliothek

Diese Woche macht das Infomobil Halt bei der Schule Hanfland in Buchs. «Das Infomobil kann während der ganzen Woche von sämtlichen Lehrpersonen der Primarschule Hanfland mit ihren Schülerinnen und Schülern vom Kindergarten bis zur 6. Klasse besucht werden. Grössere Klassen werden geteilt und der Besuch erfolgt in Gruppen», sagt Schulleiter Markus Gabathuler. «Die Besuche finden während der ordentlichen Unterrichtszeit statt. Neben den geplanten sind grundsätzlich auch spontane Besuche möglich, um in den Büchern nach Herzenslust zu schmökern», so Gabathuler weiter. Die praktische Präsentation des Angebots an Neuerscheinungen wird seitens der Schule Hanfland als eine willkommene Ergänzung zur bestehenden Schulhausbibliothek geschätzt. Im umfangreichen Bücherkatalog finden die Schülerinnen und Schüler aller Alters- und Interessensgruppen Leseanreize. Neben den Kindern und Jugendlichen finden auch Lehrpersonen Bücher, die sie nach dem Besuch des Infomobils vielleicht auf ihre persönliche Wunschliste setzen werden. Danach fährt das Infomobil weiter ins Wartau, wo es den Kindern der Primarschule Weite am Montag und Dienstag zur Verfügung stehen wird.

Das Infomobil ist bereits zum zweiten Mal zu Besuch im Werdenberg. Seit 36 Jahren steuern die Initianten, die Kinder- und Jugendmedien Zürich (KJM), mehrere hundert Orte an. 40 Wochen im Jahr ist das Infomobil in der Deutschschweiz unterwegs. Schulen, Bibliotheken und Buchhandlungen können den Wagen für mehrere Tage oder Wochen mieten. «Da die Bücher und Medien nicht ausgeliehen werden, ist das Infomobil keine Konkurrenz zu den Bibliotheken oder Buchhandlungen», sagt Patricia Schnyder, Geschäftsführerin der KJM. Jeden Herbst werden die Kinder- und Jugendbücher ersetzt. Die derzeit 700 sich im Wagen befindenden Bücher stammen alle aus dem Jahr 2017 oder 2018. Um möglichst alle Kinder anzusprechen, wurde das Sortiment sehr breit gefasst. Es stehen beispielsweise Bilderbücher, Comics, Sachbücher, Kinderromane oder Jugendthriller zur Verfügung.

«Lesen fördert die Konzentration»

Das Infomobil soll die Freude am Lesen wecken und auch Kindern, die nicht so lesebegeistert sind, einen einfachen Zugang in die Bücherwelt ermöglichen. «Kinder, die lesen, profitieren davon. Weil sie im Gegensatz zu Internet und Fernsehen beim Lesen ihre eigenen Bilder im Kopf erstellen müssen oder dürfen, regt das Lesen die Fantasie an und fördert die Vorstellungskraft», sagt Schnyder.

Kinder und Jugendliche können heutzutage auch im Internet lesen, aber diese Art zu lesen sei oberflächlicher und störanfällig durch Popups, Werbeeinblendungen oder Animationen. «In Büchern zu lesen bedeutet, sich über längere Zeit mit einem Inhalt zu befassen, ohne sprunghaftes Klicken von einer Website zur anderen und ohne Switchen von einem Spiel oder Film zum nächsten», sagt Schnyder weiter. Deshalb fördere das Bücherlesen die Konzentration der Kinder. Nicht zuletzt können sich die Kinder und Jugendlichen im Infomobil bei der Auswahl und beim Lesen viel Zeit lassen.

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