Exportstatistik Werdenberg: Ein Lichtblick im vierten Quartal

Während die Exporte schweizweit und im Kanton St. Gallen im 4. Quartal verglichen mit dem Vorjahr gesunken sind, gehört das Werdenberg zu den einzelnen Regionen, wo die Exporte anstiegen.

Katharina Rutz
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Leicht zugelegt gegenüber dem 4. Quartal 2018 haben die Wahlkreise St. Gallen, Werdenberg und See-Gaster, schreibt die Staatskanzlei in einer Mitteilung.

Mit einem Plus von 3,7 Prozent ist das Werdenberg Spitzenreiter unter den drei Regionen. Waren im Wert von 418,3 Millionen Franken verliessen von Oktober bis Dezember 2019 das Werdenberg.

Die umgekehrte Medaille geht an das Toggenburg. Es ist der Wahlkreis, der mit 20,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal am meisten eingebüsst hat. Das Toggenburg exportierte noch Waren im Wert von 109,2 Millionen Franken.

Metall-, Fahrzeug- und Maschinenbranche legt 12 Prozent zu

Betrachtet man die für das Werdenberg und den ganzen Kanton wichtige Warengruppe Metalle, Maschinen und Fahrzeuge, so ist der Anstieg gegenüber dem Vorjahr noch erfreulicher. Der Exporterlös im 4. Quartal 2019 betrug 313,6 Millionen Franken, was ein Plus von 12 Prozent bedeutet. Dies lässt die Exportwirtschaft auf einen Silberstreifen am Horizont hoffen.

Noch im letzten Herbst zeichnete Konjunkturforscher Peter Eisenhut von Ecopol kein rosiges Bild. «Ein baldiger Aufschwung ist nicht in Sichtweite», sagte er damals gegenüber dem «Werdenberger & Obertoggenburger».

Drittbestes Jahr seit 2002

Betrachtet man den Exporterlös des ganzen Jahres 2019, so ist dieser noch deutlich tiefer als in den bisher stärksten Jahren 2018 und 2017 (siehe Grafik). Insgesamt wurden letztes Jahr aus dem Werdenberg Waren im Wert von knapp 1,7 Milliarden Franken exportiert. Im Jahr 2017 waren es fast 1,9 Milliarden Franken. Das letzte Jahr war aber dennoch das drittbeste seit Statistikbeginn 2002.

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