Evangelische Kirchbürger wählen neue Präsidentin und genehmigen 2,2-Millionen-Kredit für Totalsanierung des Kirchgemeindehauses in Alt St.Johann

Die bisherige Interimspräsidentin Yvonne Brügger ist als neue Präsidentin der evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Wildhaus-Alt St.Johann gewählt worden. Zudem wurde der Kredit für Totalsanierung und Neubauteil des Kirchgemeindehauses deutlich gutgeheissen.

Adi Lippuner
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Die neu gewählte Präsidentin der evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Wildhaus-Alt St. Johann, Yvonne Brügger, vor dem Eingang zum Kirchgemeindehaus in Alt St. Johann.

Die neu gewählte Präsidentin der evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Wildhaus-Alt St. Johann, Yvonne Brügger, vor dem Eingang zum Kirchgemeindehaus in Alt St. Johann.

Bild: Adi Lippuner

Die Kirchbürger der evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Wildhaus-Alt St. Johann haben am Sonntag an der schriftlich durchgeführten Kirchgemeindeversammlung Interimspräsidentin Yvonne Brügger als neue Präsidentin gewählt. Zudem haben sie den Kredit von 2,2 Millionen Franken für die Totalsanierung und einen Neubauteil des Kirchgemeindehauses in Alt St. Johann genehmigt.

Anstelle der für Mitte März anberaumten Kirchbürgerversammlung rief die Evangelisch-reformierte Kirchgemeinde Wildhaus-Alt St. Johann am Wochenende zu einer schriftlichen Abstimmung auf. Von den 867 Stimmberechtigten beteiligten sich rund 26 Prozent an der Abstimmung.

Präsidentin mit voller Motivation

Im Zentrum stand dabei die Wahl einer Präsidentin. Für den Rest der Amtsdauer 2018 bis 2022 wurde Yvonne Brügger, die nach dem Ausscheiden von Philipp Hermann die Geschäfte bereits ad interim führte, gewählt. Ihre Motivation:

«Kirche wird von Menschen gestaltet und durch sie lebendig. Ich freue mich sehr auf meine Aufgabe, um weiterhin gemeinsam mit allen unsere Kirche aktiv mitzugestalten.»

Kreditantrag erhielt einen Ja-Anteil von 77,9 Prozent

Die Totalsanierung und ein Neubauteil des Kirchgemeindehauses in Alt St. Johann, respektive der dafür nötige Kredit von 2,2 Millionen Franken, wurde mit 173 Ja zu 49 Nein, bei einer Beteiligung von 26 Prozent, genehmigt. Die Investition soll innerhalb von 20 Jahren, mit jährlich 110'000 Franken amortisiert werden.

Das Vorhaben beinhaltet die Sanierung des Pfarrhauses, wobei die bisherigen Wohnräume als Sekretariat, Pfarrbüro sowie als Gemeinschafts-, Schulungs- und Jugendräume genutzt werden sollen. An Stelle des bisherigen Saaltrakts wird ein neuer Holzbau erstellt.

Insbesondere der ebenerdige Zugang im Neubau, anstelle der heute noch zu benutzenden Treppe, und der neu zu schaffende Begegnungsplatz erhielten im Vorfeld der Abstimmung Komplimente aus der Kirchbürgerschaft.

Start der Bauarbeiten ist im Frühling 2021 geplant

Mit der Genehmigung des Kredits kann nun die Detailplanung und die Baueingabe in Angriff genommen werden. Vorgesehen ist der Start für die rund ein Jahr dauernde Bauphase im Frühling 2021.

Neben diesen speziellen Vorlagen galt es auch über Rechnung und Steuerfuss abzustimmen. Die Jahresrechnung 2019 mit einem Verlust von 61'172 Franken, dieser wird vom Finanzausgleich übernommen, wurde ebenso genehmigt wie der Voranschlag sowie der Steuerfuss von 28 Prozent, der in gleicher Höhe wie bisher belassen wird.