Europameisterschaften
Rang vier über 100 Meter: Rennrollstuhlfahrerin Alexandra Helbling verpasst eine Medaille nur knapp

An den Europameisterschaften im polnischen Bydgoszcz hat die in der Gemeinde Wartau aufgewachsene Alexandra Helbling in ihrer ersten Disziplin eine Topplatzierung herausgefahren.

Robert Kucera
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Alexandra Helbling erreicht an der EM in Bydgoszcz Rang vier über 100 Meter.

Alexandra Helbling erreicht an der EM in Bydgoszcz Rang vier über 100 Meter.

Bild: Urs Sigg

In ihrem ersten Rennen an den Europameisterschaften in Bydgoszcz (Polen) fuhr Alexandra Helbling über 100 Meter in der Kategorie T54 mit Platz vier zwar eine Topplatzierung heraus. Doch die in Nottwil wohnhafte Rennrollstuhlsportlerin, die in Azmoos aufgewachsen ist, dürfte damit nicht ganz zufrieden gewesen sein.

Die 27-Jährige verpasste eine Medaille um nur 0,11 Sekunden. Der Platz auf dem Podest wäre durchaus möglich gewesen. Denn ihre gefahrene Finalzeit von 17,57 Sekunden hat sie kurz vor den Europameisterschaften zweimal klar unterboten. Ihre Bestzeit, 17,02 Sekunden, stammt von den Schweizer Meisterschaften Ende Mai in Arbon. Dies hätte in Polen zu Rang zwei gereicht.

Die Medaillenjagd geht für Alexandra Helbling schon bald weiter: Sie startet am Donnerstag über 400 Meter und am Freitag über 800 Meter.

Vier Medaillen an den Schweizer Meisterschaften

Die nationalen Titelkämpfe in Arbon nutzten Spitzenrennrollstuhlfahrerinnen aus der ganzen Welt für eine Standortbestimmung. Alexandra Helbling klassierte sich in diesen Rennen stets in der oberen Ranglistenhälfte. Über 100 Meter klassierte sie sich auf Rang sieben, gleichbedeutend mit Rang zwei und somit Silber an den Schweizer Meisterschaften. Gold holte die 27-Jährige über 200 Meter, hier war sie die drittbeste des Teilnehmerfelds.

Über 400 Meter resultierte Rang 10. Dies trug ihr im Schweizer Vergleich eine Bronzemedaille ein. Eine weitere bronzene Auszeichnung kam im Rennen über 800 Meter dazu, mit einem neunten Overall-Rang.