Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Es war kein Vandalismus

Regelmässig werden öffentliche WC-Anlagen oder Bushaltestellen von Vandalen heimgesucht. Beim Postplatz in Eschen erhärtete sich der Verdacht jedoch nicht.
Diese Kritzeleien sind kein Vandalismus. (Bild: Landespolizei Liechtenstein)

Diese Kritzeleien sind kein Vandalismus. (Bild: Landespolizei Liechtenstein)

Vor einigen Tagen noch fahndete die Landespolizei nach einer unbekannten Täterschaft, die unter Verdacht stand, beim Postgebäude in Eschen ihre Sprayereien am Boden hinterlassen zu haben. Da es in der Vergangenheit immer wieder zu Vorfällen von Vandalismus bei öffentlichen WC-Anlagen oder Bushaltestellen kam, war dies die naheliegendste Annahme. Doch nach einigen Tagen stellte sich heraus, dass es sich um ein grosses Missverständnis handelt. Die Ermittlungen brachten einen ganz anderen Hintergrund zum Vorschein, wie das "Liechtensteiner Vaterland" auf seinem Onlineportal schreibt.

Schmierereien bereits nicht mehr sichtbar

Vergangene Woche wies der Vorplatz bei der Post in Eschen orange Schmierereien auf – prominent und mitten im Dorf. Die Landespolizei teilte am Montag in einer Medienmitteilung mit, dass in Eschen vermutlich bereits eine Woche zuvor der Bodenbelag vor der Postfiliale mit Farbe besprayt wurde; erst kurz nachdem in Nendeln Toiletten von Vandalen heimgesucht wurden. Die Einwohner von Eschen reagierten laut dem regionalen Fernsehsender TVO mit Kopfschütteln. Der verschmierte Platz in Eschen ist im Rahmen einer Neugestaltung bereits nicht mehr sichtbar.

Kurze Zeit nachdem der Vorfall publik gemacht wurde, verhärtete sich der Verdacht auf Vandalismus nicht – ganz im Gegenteil. Wie TVO berichtete, sei ein Amtsleiter mit einer Gruppe Jugendlicher unterwegs gewesen. Ihn überkam dabei die Idee, den Boden vor der Eschner Post, der bereits Markierungen aufwies, noch mehr zu besprayen. Denn er wusste, dass sowieso noch ein Belag auf diesen Platz kam. Also sah er darin die Gelegenheit, um die Jugendlichen in ihrer Kreativität zu fördern. Jedoch uferte die gut gemeinte Sprayaktion mit den Jugendlichen aus und war kaum mehr von einem Akt von Vandalen zu unterscheiden.

Für den Amtsleiter und die Jugendlichen dürfte die Situation nach diesem Missverständnis und der Aufklärung recht unangenehm sein. Die Aktion werde keine Konsequenzen nach sich ziehen, bestätigte die Gemeinde sowie die Landespolizei gegenüber TVO. Die Ermittlungen wurden eingestellt. Vor der Kamera wollte niemand Stellung zu diesem kuriosen Fall nehmen. Die Bauarbeiten wurden durch die Schmierereien nicht behindert. (ms)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.