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Es ist Heuschreckenzeit in regionalen Blumenwiesen

Der Verein Pro Riet Rheintal hat, gemeinsam mit Landwirten, in der Region schon 150 Hektaren Lebensraum für Heuschrecken und gefährdete Tierarten geschaffen.
Die Lauchschrecke ist in der hohen Vegetation bestens getarnt. (Bild: Verein Pro Riet Rheintal)

Die Lauchschrecke ist in der hohen Vegetation bestens getarnt. (Bild: Verein Pro Riet Rheintal)

(wo) In den vergangenen 25 Jahren hat der Verein Pro Riet Rheintal gemeinsam mit ortsansässigen Landwirten rund 150 Hektaren Blumenwiesen im Rheintaler Kulturland angelegt und damit wertvolle Heuschrecken-Lebensräume geschaffen.

Heuschrecken nutzen die extensiv genutzten Wiesen

Besonders blumenreich und bunt präsentieren sich diese Wiesen im Frühling, bevor sie das erste Mal geschnitten werden.

Im Spätsommer ist die Blumendichte geringer und der Gesamteindruck grasiger, doch der ökologische Wert ist nach wie vor gegeben. Dann nutzen Heuschrecken die Extensivflächen.

Sie profitieren von einem zurückhaltenden Schnittregime, das nur zwei bis drei Schnitte pro Saison vorsieht. Nicht selten wird beim Mähen ein Altgrasstreifen belassen, der als Rückzugsraum dient – sei dies als Altgrasinsel innerhalb der Wiese oder als Krautsaum entlang einer Gehölzgruppe.

Die Lauchschrecke ist in hohen Wiesen gut getarnt

Eine typische Bewohnerin der Extensivwiesen ist die Lauchschrecke. Sie ist wärmeliebend, schätzt relativ hohe Vegetation und benötigt eine gewisse Bodenfeuchtigkeit. Die Torfböden der Talebene, aber auch viele Flächen der unteren Hanglagen bieten ihr, was sie braucht. Im August und September ist sie dort teilweise in hoher Dichte anzutreffen.

Die Beobachtung braucht trotzdem etwas Übung. Mit ihrer grasgrünen Grundfärbung sind sie in der hohen Vegetation bestens getarnt. Denkbar einfach ist hingegen die Artbestimmung. Ein markanter schwarzer Strich zieht sich von den Augen über die Flanken bis über den Flügelansatz hinaus.

Bedingungen stimmen auch für andere Arten

Die Lauchschrecke ist gesamtschweizerisch relativ häufig. Ihr zahlreiches Vorkommen auf den Aufwertungsflächen von Pro Riet zeigt aber, dass die Bedingungen auch für viele andere, teils gefährdete Arten mit ähnlichen Lebensraumansprüchen stimmen.

Langfristiges Ziel ist es, durch das Anlegen weiterer ökologischer Aufwertungsflächen einen Lebensraumverbund zu schaffen, der auch anspruchsvolleren Pflanzen und Tieren Lebensraum bietet.

Um dies zu erreichen, ist Pro Riet auf finanzielle Unterstützung angewiesen. Dank dem Biogasrappen der Gravag Energie AG konnte Pro Riet dieses Jahr 4,8 Hektaren Blumenwiesen ansäen, wie der Verein in einer Mitteilung schreibt.

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