Erste öffentliche E-Tankstelle in Sevelen

Die Ortsgemeinde Sevelen hat in Zusammenarbeit mit dem EW Sevelen an der Calandastrasse eine Ladestation für Elektroautos realisiert.

Corinne Hanselmann
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Der Seveler Ortsverwaltungsrat und Daniel Krieg (3. von links) vom EW Sevelen, bei der neuen Ladestation.

Der Seveler Ortsverwaltungsrat und Daniel Krieg (3. von links) vom EW Sevelen, bei der neuen Ladestation.

Bilder: Corinne Hanselmann

Sevelen Seit kurzem gibt es an der Calandastrasse 8 zwei Ladestationen für Elektroautos. Eine ist den Mietern des Hauses vorenthalten, die andere ist von jedermann nutzbar. Die Ortsgemeinde habe die Zeichen der Zeit erkannt und eine gewisse Vorreiterrolle eingenommen, sagte Ortverwaltungsratspräsident Peter Engler am Donnerstag bei der Vorstellung der neuen E-Tankstelle.

Mit dem Smartphone wird die Ladestation aktiviert.

Mit dem Smartphone wird die Ladestation aktiviert. 

Sie befindet sich bei einem Mehrfamilienhaus, das der Ortsgemeinde gehört. Die Idee für die Ladestation stammte von einem Mieter, der selber Elektroauto fährt. Weil hier noch ein freier Parkplatz zur Verfügung stand, habe man das Projekt erweitert, sodass auch eine Lademöglichkeit für die Öffentlichkeit zur Verfügung steht, erklärte Peter Engler gegenüber dem W&O. «Sevelen ist noch nicht gut bestückt mit Ladestationen.» Gleichzeitig sei die E-Mobilität allgegenwärtig, wodurch auch das Netzwerk der Ladestationen ein immer aktuelleres Thema werde. Je mehr die E-Mobilität aufkomme, desto rigoroser müsse dieses Ladestationen-Netz ausgebaut werden. «Wir haben jetzt mal einen ‹Pfahl› eingeschlagen und eine erste Station realisiert», so der Präsident. Er sieht dies auch als Beitrag an die Öffentlichkeit, schliesslich habe eine Institution wie die Ortsgemeinde auch eine gewisse Vorbildfunktion.

Die Realisierung der beiden Ladestation samt Markierung hat die Ortsgemeinde Sevelen rund 10000 Franken gekostet.

Freischaltung mittels Smartphone und QR-Code

Die Ladestation ist mit einem Typ-2-Stecker ausgerüstet.

Die Ladestation ist mit einem Typ-2-Stecker ausgerüstet. 

Installiert hat diese Referenzanlage das EW Sevelen. Sobald der Energietarif definiert sei, werde die Ladestation in diesen Tagen aufgeschaltet, sagte Daniel Krieg am Donnerstag. Er ist Leiter Netze und technische Dienstleistungen beim EW Sevelen. Die Seveler Ladestation funktioniert mit einem Backend-System. «Freigeschaltet werden kann die Station mit dem Smartphone, indem man zum Beispiel den QR-Code einscannt», erklärte Daniel Krieg. «Online auf dem Backend hinterlegt der Benutzer die Kreditkarteninformationen und kann dann die Ladung freigeben, sodass das Batteriesystem geladen wird.»

Die Ladestation bietet eine Leistung von 22 Kilowatt und ist mit einem Typ-2-Stecker ausgerüstet. Dieser ist kompatibel mit fast allen Elektroautos. Bei einer haushaltsüblichen 230-Volt- Steckdose könnte ein Auto nur mit maximal 2,2 Kilowatt geladen werden. Je nach Kapazität der Batterie würde das Aufladen dort durchschnittlich rund 14 Stunden dauern. Mit einer 22-Kilowatt-Ladestation reduziert sich die Dauer auf alltagstaugliche zwei bis vier Stunden. Zudem ist das Laden an einer solchen Ladestation dank Überlastungsschutz und Fehlerstromschutzschalter für den Anwender wesentlich sicherer, erklärt der Fachmann vom EW Sevelen.