W&O-Gebiet
Im Januar gab es erneut über 1000 Stellensuchende im Wahlkreis Werdenberg

Die Arbeitsmarktzahlen haben sich innert Monatsfrist kaum verändert, die Lage bleibt angespannt.

Heini Schwendener
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1006 Stellensuchende im Werdenberg und 894 im Toggenburg waren bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren registriert.

1006 Stellensuchende im Werdenberg und 894 im Toggenburg waren bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren registriert.

Bild: Manuela Jans-Koch

Im Kanton St.Gallen hat sich im Januar die Zahl der Stellensuchenden gegenüber dem Vormonat ganz leicht um 0,6 Prozent auf 14251 Menschen reduziert. Ähnlich unspektakulär präsentieren sich die Zahlen für die beiden W&O-Wahlkreise.

Im Werdenberg waren mit 1006 Betroffenen wie im Dezember noch immer über 1000 Stellensuchende beim Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) Sargans registriert (vgl. Tabelle). Der Rückgang betrug 0,5 Prozent. Im Wahlkreis Toggenburg war der Rückgang mit -0,8 Prozent leicht höher.

Stärker als im kantonalen Durchschnitt von +1,3 Prozent hat die Zahl der Arbeitslosen im Toggenburg im Januar gegenüber dem Vormonat zugenommen, nämlich um 6,5 Prozent. Im Werdenberg waren im Januar 585 Arbeitslose registriert, vier weniger als im Dezember.

Werdenberg und Toggenburg unter dem Kantonsmittel

Vergleicht man bei den Stellensuchenden die Zahlen von Januar 2021 mit den Vorjahreswerten, resultiert im Kanton St.Gallen einen Anstieg von 36,9 Prozent. Der Werdenberger Wert (+34,3 Prozent) und der Toggenburger Wert (+33,6 Prozent) liegen unter dem kantonalen Mittelwert.

Im Sarganserland ist die Zahl der Stellensuchenden innert Jahresfrist um 45,0 Prozent angestiegen. Das ist der kantonale Höchstwert. In der Medienmitteilung der Staatskanzlei heisst es dazu: «Von Bedeutung ist dabei der überdurchschnittliche Beschäftigungsanteil von Gastgewerbe und Detailhandel im Wahlkreis Sarganserland.» Unterschiedlich war die Veränderung der Zahl der Stellensuchenden im Kanton St.Gallen zwischen den Altersgruppen. «Ende Januar betrug die Zunahme bei den 15- bis 24-Jährigen 42,7 Prozent (+518) gegenüber dem Vorjahr, bei den 25- bis 49-Jährigen 36,9 Prozent (+2215) und bei den 50-Jährigen und Älteren 34,8 Prozent (+1111)», heisst es in der Medienmitteilung.

Die Zahl der Voranmeldungen zur Kurzarbeit ist gegenüber dem Vormonat erneut angestiegen, von 3000 Betrieben und 40000 Mitarbeitenden auf aktuell über 3600 Betriebe und 46000 Mitarbeitende. Gemessen an den Beschäftigten beträgt der Anteil der Voranmeldungen für Kurzarbeit kantonsweit rund 15 Prozent.