Neues Gesicht im Alte-Mühle-Vorstand und eine Anerkennung für Gamser Chläuse

Bei der Alten Mühle Gams ist Sepp Lenherr aus dem Vorstand ausgeschieden. Jörg Bannwart wird sein Nachfolger.

Heidy Beyeler
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Die acht Männer mit der Engelsstimme sorgen für gute Unterhaltung an der Mitgliederversammlung des Vereins Alte Mühle Gams.

Die acht Männer mit der Engelsstimme sorgen für gute Unterhaltung an der Mitgliederversammlung des Vereins Alte Mühle Gams. 

Bild: Heidy Beyeler

An der Mitgliederversammlung «Patronat Alte Mühle Gams» nahmen viele Mitglieder mit Anhang teil. Dieses Treffen kommt einem Familienfest inklusive Kulturabend gleich. Der gemütliche Teil gilt der Unterhaltung, den Gesprächen und dem Essen. Musikalisch sorgte das Engel Chörli aus Appenzell für gute Laune.

Jörg Bannwart ist neu Kassier

Zuerst kam jedoch das Offizielle zum Zug: Vor zwei Jahren wurde die Erneuerung des Patronatsvorstands eingeleitet. Nun tritt auch Sepp Lenherr zurück. Er war seit der Gründung des Patronats Alte Mühle im Jahr 2004 im Vorstand tätig. Nun übernimmt Jörg Bannwart, bisher Rechnungsrevisor des Vereins, als Nachfolger das Kassieramt. Christoph Wirth wurde neu als Revisor gewählt.

Mitgliederkontingent ist ausgeschöpft

Im Berichtsjahr haben drei Personen ihren Rücktritt als Patronatsmitglied bekanntgegeben. Im Gegenzug konnten vier Neueintritte verzeichnet werden. Der Mitgliederbestand wird neu mit genau 80 Mitgliedern beziffert, das heisst, das Kontingent ist ausgeschöpft. «Allerdings nehmen wir Interessierte gerne auf die Warteliste», betonte der Präsident, Werner Schöb. Übrigens, das diesjährige Programm der Alten Mühle Gams ist wiederum vielversprechend.

Anerkennungspreis für St.Nikolaus Aktion

Bischof St. Nikolaus und die beiden Schmutzli freuen sich zusammen mit den Mitgliedern der St.Nikolaus Aktion Gams über die Anerkennung.

Bischof St. Nikolaus und die beiden Schmutzli freuen sich zusammen mit den Mitgliedern der St.Nikolaus Aktion Gams über die Anerkennung.

Bild: Heidy Beyeler

Dem Verein St. Nikolaus Aktion Gams wurde dieses Jahr der Anerkennungspreis zuteil. Dieser Verein wurde 1958 vom ehemaligen Lehrer Robert Dörig ins Leben gerufen und findet heute noch grossen Anklang bei der Bevölkerung – nicht nur bei Kindern, auch bei deren Eltern. Der Besuch von Bischof St.Nikolaus ist nach wie vor ein religiöser Brauch, der weiterhin gepflegt werden soll. Jedes Jahr stehen 60 bis 80 Helferinnen und Helfer im Alter von 17 bis 78 im Einsatz. Am Samichlaustag schwärmen dann rund zehn Gruppen (St.Nikolaus und Schmutzli) aus, um die Kinder zu besuchen, ihnen ein kleines Geschenk zu überreichen und schöne Geschichten zu erzählen.

In Vertretung aller Mitwirkenden durfte Präsident Sandro Berger, in Anwesenheit des Bischofs St.Nikolaus und in Begleitung von zwei Schmutzli, eine Urkunde und ein Preisgeld von 2000 Franken entgegennehmen.

Bald der letzte Auftritt nach 40 Jahren 

Mit dem Auftritt der acht gestandenen Männer mit Engelsstimmen, deshalb nennen sie ihre Gruppe wohl Engel Chörli, genoss das Publikum die Unterhaltung mit Appenzellerliedern, Rugguserli, Männerchorliedern und Messegesänge und zu guter Letzt auch A-cappella-Pop, gekonnt gemischt mit ihren Jodelliedern. Natürlich konnten die Männer es nicht lassen, humorvolle Appenzeller-Witze zum Besten zu geben. Und so hatte das Publikum viel zu lachen. Anschliessend gab es für alle etwas für das leibliche Wohl.

Zum Schluss wandte sich Präsident Werner Schöb an die Männer vom Engel Chörli mit den Worten:

«Schade, wir werden diese Sänger vermissen.»

Am 28. Juni, nach 40 Jahren, wird das Chörli am Eidgenössischen Jodelfest in Basel letztmals auftreten.