Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Erneuerbare Energie wird im Werdenberg Standard

Zu Beginn des Jahres trat das Gesetz in Kraft, welches nicht überprüfbare Energieträger in der Stromkennzeichnung untersagt. Die Stromlieferanten der Region Werdenberg stellen deshalb um.
Miriam Cadosch

Bis Anfang 2018 war es den Stromlieferanten möglich, in ihrer Stromkennzeichnung «nicht überprüfbare Energieträger», sogenannten Graustrom, auszuweisen. Diese Bezeichnung wurde dann verwendet, wenn stromintensive Unternehmen auf dem europäischen Markt Strom aus fossilen und nuklearen Quellen beschafften, ohne den Zukauf eines Herkunftsnachweises. Mit der Inkraftsetzung des neuen Energiegesetzes wurden in der Schweiz «nicht überprüfbare Energieträger» per 1. Januar 2018 untersagt.

«Sauberer Strom ist teurer als Graustrom»

Schaut man sich den Lieferantenmix 2017 der Elektrizitätswerke aus der Region an, erschrecken die Zahlen. So hatte Gams in ihrem Mix rund 88% Graustrom, Sevelen 69% und Sennwald 66%. «Sauberer Strom ist teurer als Graustrom», erklärt Rico Loher von der Elektra Gams. «Bereits seit 17 Jahren schreiben wir unsere Kunden immer wieder an und machen sie auf erneuerbare Energien aufmerksam. Die Nachfrage fiel allerdings spärlich aus.» Seit Beginn des Jahres hat die Elektra Gams nun allerdings vollumfänglich auf Strom aus Wasserkraft umgestellt. «In einigen Jahren wird die Politik entscheiden, dass nur noch erneuerbare Energien genutzt werden. Das hat uns dazu bewegt, bereits jetzt auf 100 Prozent Wasserkraft umzustellen», so Rico Loher.

Mit der Umstellung auf nur noch erneuerbare Energiequellen steht Gams nicht alleine da. So haben die Elektrizitätswerke in der Gemeinde Wartau und das EW Buchs schon seit längerem Graustrom und Kernenergie aus ihrem Angebot gestrichen. Auch Sevelen stellt sein Angebot auf das kommende Jahr um. So beinhaltet die Standardqualität hier neu ebenfalls 100 Prozent Schweizer Wasserkraft.

Nicht erneuerbare Energiequellen bleiben

Im Unterschied zu Wartau und Buchs bietet Sevelen neben dem Standardangebot nicht erneuerbare Energiequellen, wie Kernkraft, weiterhin an. Der Strombezüger muss diesen Strommix aber explizit verlangen. Der Preisunterschied ist jedoch minimal: Die neue Standardqualität mit 100 Prozent erneuerbarer Energie aus Schweizer Wasserkraft kostet pro Kilowattstunde 0.326 Rappen mehr als die nicht erneuerbaren Energiequellen. Bei einem durchschnittlichen Mehrpersonenhaushalt, der einen Jahresverbrauch von 4500 Kilowattstunden aufweist, sind das gerade mal etwa 1.20 Franken Mehrkosten pro Monat.

Auch das Standardpaket der Technischen Betriebe Grabs beinhaltet Wasserkraft. Kernenergie ist zwar nach wie vor im Angebot. Wer dies möchte, muss es aber explizit wünschen. «Es gibt noch Haushalte, die den Kernmix bestellen. Das sind allerdings nur sehr wenige», sagt Marco Gantenbein, Leiter Strom der Technischen Betriebe Grabs.

Sennwald setzt ebenfalls auf Wasserkraft

Das Elektrizitätswerk Sennwald kompensiert die rund 66 Prozent Graustrom mit Wasserkraft aus Europa. Dies ist das günstigste Angebot. «Wer zertifizierte Energie möchte kann diese freiwillig dazubuchen», erklärt Geschäftsleiter Norbert Tinner. «Der zertifizierte Anteil kommt zu einem grossen Teil aus unserer eigenen Wasserkraftproduktion.» Auch Sennwald hat somit keine nicht erneuerbaren Energien mehr im Angebot.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.