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Den «Prager Frühling» in Buchs musikalisch aufgearbeitet

Mit einem Sinfoniekonzert erinnerte «Concertus Rivensis» an den sowjetrussischen Einmarsch in die Tschechoslowakai. In Buchs kamen vor 50 Jahren viele Flüchtlinge an.
Adi Lippuner
Chor und Orchester des Concertus rivensis, Leitung Enrico Lavarini, bei «Otcentas» mit Tenor Karl Jerolitsch. (Bild: Adi Lippuner)

Chor und Orchester des Concertus rivensis, Leitung Enrico Lavarini, bei «Otcentas» mit Tenor Karl Jerolitsch. (Bild: Adi Lippuner)

Vor 50 Jahren dominierte der sogenannte «Prager Frühling», wie das Ende des Warschauerpaktes auch bezeichnet wird, die Weltpolitik. Damals wurde der Versuch des tschechoslowakischen Volkes, einen «Sozialismus mit menschlichem Antlitz» zu schaffen, durch den Einmarsch der Sowjetunion unterdrückt. Viele Tausend Menschen verliessen im August 1968 ihre Heimat, um in Westeuropa eine neue Heimat zu suchen.

Inbegriff für die Liebe zum Vaterland

Das Konzert vom späteren Sonntagnachmittag in der evangelischen Kirche Buchs erinnerte daran, dass gerade an diesem Ort viele Menschen über die Schweizer Grenze kamen, und um politisches Asyl nachsuchten. Passend zum Thema stand, unter der Leitung von Enrico Lavarini, Musik tschechischer Komponisten im Mittelpunkt des Gedenkkonzertes. Zu hören waren, unter anderem, das «Lied an den Mond» aus der Oper Rusalka, von Antonin Dvorak «Otcenats», auch bekannt als «Vaterunser», von Leos Janacek, in der Orchestration von Enrico Lavarini «Die Moldau», «Vltava» von Bendrich Smetana – gemäss Organisatioren «Musik, die zum Inbegriff tschechischer Liebe zum Vaterland geworden ist».

Als weitere Höhepunkte in der Buchser Kirche darf das Cellokonzert C-Dur von Joseph Haydn und von Enrica Laverine «Prijimani», nach einem tschechischen Text, das Musikfreunden aus der Aufführung von «Quem pastores laudavere» in Erinnerung sein dürfte.

Fast «Volles Haus» und hochkarätige Solisten

Namen wie Sarah Längle, Sopran, Karl Jerolitsch, Tenor und Alexandr Karakhanyan, Violoncello sind bei Freunden klassischer Musik ein Garant für hochkarätigen Musikgenuss. Mit dem Chor und dem Orchester «Concentus rivensis» wurden die hohen Erwartungen mehr als erfüllt, dies zeigte der nicht endend wollende Beifall. Das Publikum honorierte auch die aussergewöhlichen Leistungen der Solisten. So wollten die den Cellisten Alexandr Karakhayan, er stammt aus Armenien, nach seinem gefühlvollen Spiel im Hadydn Konzert Nr. 1 unbedingt nochmals hören. Die international wirkende Sopranistin Sarah Längle, verzauberte das Publikum beim «Lied an den Mond», ihr beeindruckendes Können wurde mit lange anhaltendem Applaus quittiert. Der Tenor Karl Jerolitsch zeigte sein stimmliches Können beim Solopart in «Otcenas», auch sein Auftritt wurde vom fachkundigen Publikum begeistert aufgenommen. Leidenschaft und Präzision sind Attribute, welche sowohl für den Chor, das Orchester, die Solisten und den Leiter gelten. Nicht ohne Grund pilgern Freunde der klassischen Musik von weither zu den Konzerten, ob mit Erinnerung an den Anlass im August 1968 oder einfach aus purer Freude an der hervorragend gespielten und gesungenen Musik.

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