Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Schäfler blicken auf erfreuliches Jahr zurück

Knapp 80 Delegierte des St. Gallischen Schafzuchtverbandes trafen sich im Mehrzweckgebäude Chuchitobel Wildhaus, um sich über aktuelle Themen zu informieren.
Die Delegierten verfolgten mit grossem Interesse das Referat von Kantonstierarzt Albert Fritsche. (Bild: PD)

Die Delegierten verfolgten mit grossem Interesse das Referat von Kantonstierarzt Albert Fritsche. (Bild: PD)

(PD) Präsident Martin Keller und Geschäftsführer Mathias Rüesch führten gewandt durch die statuarischen Geschäfte der Delegiertenversammlung. Die Jahresrechnung des Verbandes und auch das finanzielle Ergebnis des Ostschweizerischen Widder- und Zuchtschafmarktes gaben zu keinen Diskussionen Anlass.

In seinem Jahresrückblick strich Martin Keller die markanten Meilensteine aus dem vergangenen Verbandsjahr hervor. Erfolgreiche Projekte wie das Alpsteinlamm, ein Label, bei welchem zusammen mit dem Schlachthof in Hinwil Lämmer aus dem Verbandsgebiet vermarktet werden, sind ein Grund zur Freude.

Ähnlich positiv blickte der Marktverantwortliche Bernhard Hardegger auf die öffentlichen Schlachtschafmärkte in Montlingen, Sargans, Flums und Wattwil zurück. Es wurden deutlich mehr Lämmer über diesen Kanal vermarktet als noch im Vorjahr. Einzig die Preisentwicklung sorgte allenthalben für Stirnrunzeln; der stagnierende Preis macht den Züchtern zu schaffen. Ursache dafür dürfte die fehlende Branchenvertretung im Verwaltungsrat der Proviande, der Organisation der Schweizer Fleischwirtschaft, sein. Auf die erfolgreiche Schausaison von welcher Schauobmann Hans Pernet berichtete, dürfen die Züchter aus dem Verbandsgebiet stolz sein. Entgegen dem schweizweiten Trend haben die St. Galler Schäfler zugelegt und deutlich mehr Tiere auf den Schauplätzen präsentiert. Insgesamt wurden fast 3000 Rassenschafe den Experten zur Beurteilung vorgeführt.

Kompromisslose Aufklärung

Bernardo Brunold, der interimistische Vizepräsident des Schweizerischen Schafzuchtverbandes und damit der höchste Vertreter der grössten Zuchtorganisation im Land, sorgte mit seinen Ausführungen für ungläubiges Staunen. Selbstkritisch und schonungslos offen berichtete er von den Querelen innerhalb seines Verbandes, ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen. Er berichtete von unverhältnismässig hohen Bezügen des Vorstandes und von Leistungen, die zwar grosszügig entschädigt wurden, die aber für ihn nicht greifbar sind.

Der positive Höhepunkt der diesjährigen Delegiertenversammlungen bildete die Ehrung von langjährigen Zuchtbuchführern, welche für ihr grosses Engagement im Namen der Schafzucht die wohlverdiente Würdigung erhielten. Seit 20 Jahren ist Maria Senn aus Oberriet in dieser Funktion beim Schafzuchtverein Sennwald im Einsatz. Pius Kuster aus Eschenbach amtet seit 25 Jahren als Zuchtbuchführer beim Schafzuchtverein Ermenswil EW.

Präsident Martin Keller durfte auch einen langjährigen, äusserst versierten und bekannten Schafschauexperten verabschieden und ehren, welcher sich aufgrund der Altersbestimmungen des Schweizerischen Schafzuchtverbandes von seiner Expertentätigkeit zurückziehen muss. Es ist dies Konrad Zellweger aus Diepoldsau. Er wurde mit einem kräftigen Applaus, einem kulinarischen Geschenk und einer Urkunde geehrt und in den Expertenruhestand verabschiedet.

Referat stösst auf grosses Interesse

Kantonstierarzt Albert Fritsche informierte die Schafzüchterinnen und Schafzüchter über die bevorstehende Umsetzung der Einzeltierregistrierung ihrer Tiere. Zum jetzigen Zeitpunkt sind noch viele Fragen offen, weder Ohrmarken noch Datenbank sind einsatzbereit. Auch diverse praktische Detailfragen zum Meldewesen müssen noch geklärt werden. Gleichzeitig durfte er mit Wohlwollen zur Kenntnis nehmen, dass sich die Züchter bereits intensiv mit der Umsetzung befassen und durchaus bestrebt sind, Lösungsvorschläge in den entsprechenden Gremien einzubringen.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.