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Toggenburg Tourismus will den Erfolg ins Toggenburg holen

Am Donnerstag fand im Hotel Hirschen die 21. Mitgliederversammlung von Toggenburg Tourismus statt. Im Zentrum stand die Konzentration auf eine positive Zukunftsgestaltung der Tourismusregion.
Jessica Nigg
Die Tourismusregion Toggenburg verfügt über ausgezeichnete natürliche Voraussetzungen wie eine eindrucksvolle Naturkulisse. (Bild: PD)

Die Tourismusregion Toggenburg verfügt über ausgezeichnete natürliche Voraussetzungen wie eine eindrucksvolle Naturkulisse. (Bild: PD)

Für einmal ging es nicht um den Bergbahnenstreit oder gescheiterte Projekte, wie dem klaren Nein zu den öffentlich nutzbaren Anlagen für das vorgesehene Jufa-Hotel. Max Nadig, der Präsident von Toggenburg Tourismus, begrüsste die Mitglieder und verwies auf die positiven Schlagzeilen aus dem Toggenburg. «Die Logiernächte zeigen mit einem Plus von 5,5 Prozent nach oben, auch die Bergbahnen weisen erfreuliche Zahlen aus und der Baumwipfelpfad im Neckertal verzeichnet eine Anzahl an Eintritten, die weit über den Erwartungen liegt.»

Dies seien die nackten Fakten. Sie würden den Zustand einer Tourismusregion allerdings nicht genügend beschreiben, so Nadig. «Diese Zahlen sind vergangenheitsorientiert. Die Zahlen zeigen lediglich, dass man in den vergangenen Jahren vieles richtig gemacht hat, sagen aber nichts über die künftige Entwicklung aus.» Aber genau dieser Punkt sei doch entscheidend, so Nadig. «Wir müssen viel mehr die Trends und Anforderungen für die Zukunft aus heutiger Sicht beurteilen und die notwendigen Weichen stellen, um den Erfolg nachhaltig ins Toggenburg zu bringen.» Voraussetzung dafür sei bei allen Beteiligten ein positiver Zukunftsglaube. «Nur, wer aktiv und selbstbewusst die Zukunft mitgestaltet, wird erfolgreich sein.»

Tourismusregion an Erfolgen messen

Er selbst beurteile die aktuelle touristische Situation im Toggenburg optimistisch, führte Nadig weiter aus. Er begründete dies mit den ausgezeichneten natürlichen Voraussetzungen der Tourismusregion. Dazu gehören gemäss Nadig die unverwechselbare Natur zwischen Säntis und Churfirsten, die stark verwurzelte Kultur, die klimatischen Verhältnisse, die starken Toggenburger Produkte sowie die geografisch günstige Lage zu den Agglomerationen. «Wir sind angehalten, auf diesen Grundlagen aufzubauen und für den künftigen Gast die entsprechenden Angebote zu schaffen», so Nadig.

Er gestand ein, dass in der Vergangenheit nicht alle Initiativen und Projekte von Erfolg gekrönt gewesen seien. «Dies darf aber nie der Massstab sein für die Entwicklung einer Region.» Leider rede man viel lieber über Misserfolge und Schwierigkeiten als von positiven Ereignissen, so Nadig. Genau von diesen gebe es aber im Toggenburg auch viele, wie der erwähnte Baumwipfelpfad oder der Umbau der Hotels Hirschen und Friedegg sowie der Alp Sellamatt oder die Neugestaltung der Klangschmiede.

Als eines der wichtigsten Projekte für das laufende Jahr gilt die Realisierung des Klanghauses, über welche am 30. Juni abgestimmt wird.

Überraschte Gäste und hoher Medienwert

Geschäftsführer Christian Gressbach präsentierte den Blick auf das Jahr 2018. Er nannte unter anderem das Impulsprogramm mit einem externen Hotelexperten, der hiesige Hotels unterstützt, die Zusammenarbeit mit Reka, den Aufbau der Klangschwendi, das Projekt «Bewegen und Gestalten», welches die einheimische Bevölkerung integriert. Besonders positiv aufgefallen ist das «Zero Real Estate». Dabei handelt es sich um drei mobile, temporäre Hotelzimmer ohne Wände. Dieses erreichte eine Auslastung von 90 Prozent. Viel wichtiger sei dabei aber das positive Medienecho gewesen, so Gressbach. Auch die Projekte der Gästeverblüffung mit sieben verschiedenen Aktionen sowie der neue Internetauftritt von Toggenburg Tourismus wurden als positive Punkte erwähnt.

In Bezug auf die strategische Ebene informierte Max Nadig über die neue Leistungsvereinbarung des Kantons St. Gallen mit den vier Tourismusregionen sowie über den Aufbau des Tourismusrates St. Gallen.

Gressbach zeigte sich erfreut über die ausgeglichene Rechnung 2018 und ein Eigenkapital von 120485 Franken. «Wir sind ein gesunder Verein», sagte er. Die Mitglieder genehmigten den Geschäftsbericht sowie Jahresrechnung und Bilanz 2018.

Bilbao-Effekt für das Toggenburg

In seinem Ausblick auf das Geschäftsjahr 2019 unterstrich auch Gressbach die Wichtigkeit des Klanghauses für die Tourismusregion Toggenburg. Er erhofft sich von dessen Realisierung einen sogenannten Bilbao-Effekt. Dieser bezeichnet die gezielte Aufwertung von Orten durch spektakuläre Bauten. Der Begriff geht auf die Entwicklung der nordspanischen Stadt Bilbao im Zusammenhang mit dem 1997 fertiggestellten Guggenheim-Museum zurück.

Weitere Themen sind im Geschäftsjahr 2019 die Konzentration auf authentische Produkte, die Fortsetzung der Gästeüberraschungen sowie die Identifikation mit der einheimischen Bevölkerung. Aus diesem Grund wird Toggenburg Tourismus an der Toggenburger Messe TOM unter dem Titel «Ferien in der Heimat» teilnehmen, führte Gressbach weiter aus.

Wahlen gänzlich ohne Misstöne

Schliesslich stand die Wahl der Vorstandsmitglieder für die Amtsperiode 2019 bis 2021 an. Max Nadig erklärte die Rücktritte von Peter Hasler und Jack Rhyner. Einstimmig bestätigt in ihrem Amt wurden neben Präsident Max Nadig Mélanie Eppenberger, Rolf Züllig und Roland Stump. Ebenfalls einstimmig wurden Richard Brander (Präsident Protoggenburg.ch) und Michael Beck (Verwaltungsrat der Bergbahnen Wildhaus) neu in den Verwaltungsrat von Toggenburg Tourismus gewählt.

In seinen Abschiedsworten betonte Christian Gressbach die Wichtigkeit einer Verwurzelung in der Region: «Einheimische sind wesentliche Botschafter für die Tourismusregion.»

Im Anschluss an die Mitgliederversammlung fand eine Führung durch die neuen Zimmer im Hotel Hirschen statt.

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