Er war 90 Monate Gemeindepräsident von Sennwald: Peter Kindler wurde mit einem Fest und mit allen guten Wünschen in die Pension verabschiedet

«Tschüss Peter» war am Dienstagnachmittag unübersehbar in schwarzen Lettern auf farbigem Papier vor der Bürotüre des Sennwalder Gemeindepräsidenten Peter Kindler im Rathaus Frümsen zu lesen. Sein letzter Arbeitstag neigte sich dem Ende zu.

Hansruedi Rohrer
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Ein Prosit seiner Amtskollegen, von links Daniel Gut (Buchs), Beat Tinner (Wartau, Regierungsrat), Roland Ledergerber (Sevelen), Peter Kindler, Niggi Lippuner (Grabs), Fredy Schöb (Gams).

Ein Prosit seiner Amtskollegen, von links Daniel Gut (Buchs), Beat Tinner (Wartau, Regierungsrat), Roland Ledergerber (Sevelen), Peter Kindler, Niggi Lippuner (Grabs), Fredy Schöb (Gams).

Hansruedi Rohrer

Kurz vor 16 Uhr vollzog sich ein akustisches Spektakel und es gab etwas Action in dem Beisammensein: Die Gemeindeangestellten holten ihren Chef mit kleinen und grossen Glocken und Schellen lautstark im Büro ab und begleiteten ihn nach draussen. Damit begann das Abschiedsfest, zu dem Mitarbeitende sowie Ehemalige der Gemeinde Sennwald eingeladen waren.

Rucksack mit dem Wappen der Gemeinde erhalten

Geehrt fühlte sich Peter Kindler auch über die Anwesenheit aller Werdenberger Gemeindepräsidenten, inklusive Beat Tinner (jetzt Regierungsrat). Peter Kindler verneigte sich vor seinen Mitarbeitenden und dankte ihnen für diesen Überraschungsakt in den letzten Stunden seiner offiziellen Amtszeit. Dann wurden die Gäste in die nahe Turnhalle geführt, wo eine durch Gemeinderätin Susi Domenig kommentierte Bildschau den beruflichen Werdegang Peter Kindlers und die verschiedenen Begebenheiten in seiner Amtszeit in der Gemeinde aufzeigte.

Peter Kindler mit dem «Gemeinde-Rucksack» als Geschenk.

Peter Kindler mit dem «Gemeinde-Rucksack» als Geschenk.

Hansruedi Rohrer

Unter dem Punkt «unwichtig, aber interessant» wurde den Anwesenden auch noch verraten, dass Peter Kindler zum Beispiel 90 Monate Gemeindepräsident und zuvor 364 Monate Gemeinderatsschreiber war, dass er 14 Gemeinderäte überlebte, 91 Einbürgerungen als Gemeindepräsident bewilligte, 2900 Traktanden behandelte, dass er im gesamten gesehen 65132 Arbeitsstunden verbrachte und davon gefühlte 8000 Stunden am Telefon sass.

Trio Burgbächler aus Sax spielte

Mit einem Dank für seine Verdienste erhielt Peter Kindler gleichzeitig einen Rucksack mit Sennwalder Wappen überreicht samt guten Wünschen für die Zukunft im dritten Lebensabschnitt. Der anschliessende Apéro im Freien beim Rathaus bot dann die Gelegenheit zu Gemütlichkeit und anregenden Gesprächen, während im Hintergrund das musikalische Trio Burgbächler aus Sax spielte.

Der Ausklang von Peter Kindlers Amtszeit war damit eine fröhliche Angelegenheit. Und wer ihn kennt, weiss, dass Unkompliziertheit und eine gehörige Portion Humor auch in der Pension seine Begleiter sein werden.