Im Gamser Simmi-Weiher sind die Entenflöhe wieder aktiv

Der beliebte Badeweiher ist bereits seit der ersten Hitzewelle wieder von Entenflöhen betroffen.

Katharina Rutz
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Im Simmi-Weiher in Gams gibt es wieder Entenflöhe. Bild: Heini Schwendener

Im Simmi-Weiher in Gams gibt es wieder Entenflöhe. Bild: Heini Schwendener

Gams Eine schlaflose Nacht verbrachte eine Grabserin nach einer Abkühlung im Simmi-Weiher in Gams. Entenflöhe verursachten bei ihr einen stark juckenden Ausschlag, wie sie gegenüber dem W&O bestätigt. Der beliebte Bade-Weiher ist wie bereits letztes Jahr wieder von Entenflöhen betroffen.

Mit der Hitze Ende Juni, Anfang Juli kamen auch die Entenflöhe in den Simmi-Weiher zurück. Warntafeln der Gemeinde weisen allerdings bereits seit einigen Wochen auf die Gefahr hin. Gebadet wird trotzdem. «Wir appellieren an die Eigenverantwortung der Benutzer», sagt Fredy Schöb, Gemeindepräsident. Das Wasser im unteren Teil des Semmlers abzulassen, mache nur wenig Sinn, da der obere Weiher nicht geleert werden könne, erklärt er. Vertreiben würde die Plagegeister ein heftiges Gewitter mit Niederschlägen und kältere Temperaturen.

Ausschlag ist unterschiedlich schlimm

«Ich habe richtig eitrige Pusteln und wünsche also keinem Kind einen solchen Ausschlag», beschreibt die betroffene Grabserin, die anonym bleiben will. Der Ausschlag tritt aber nicht bei allen gleich schlimm auf und «deshalb will ich hier nichts dramatisieren», sagt sie. Die Hinweistafeln der Gemeinde habe sie schlicht und einfach übersehen. Laut Fredy Schöb gibt es unter den Badenden immer wieder Betroffene, denn gebadet werde tatsächlich auch trotz der Hinweistafeln weiterhin. Letztes Jahr war neben dem Simmi-Weiher auch der Voralpsee in der Gemeinde Grabs betroffen. Bisher liegt aber auf der Gemeindekanzlei noch keine Meldung von Entenflöhen im Voralpsee vor.

Entenflöhe sind eigentlich keine Flöhe, sondern Saugwürmer und werden Zerkarien genannt. Normalerweise befallen sie Enten und Wasserschnecken. Der Mensch ist dabei ein Fehlwirt, denn die Zerkarien sterben beim Versuch, durch die menschliche Haut zu gelangen. Das löst jedoch Juckreiz aus. Glücklicherweise ist der Ausschlag nicht weiter gesundheitsgefährdend. Wer betroffen ist, sollte die juckenden Stelle wie Insektenstiche behandeln. So kann verhindert werden, dass man sich blutig kratzt und die Wunden sich womöglich entzünden.