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Enkeltricks gibt’s immer wieder

Die EVP Werdenberg lud zu einem Vortrag zum Thema Sicherheit im Alltag ein. Bruno Metzger, Leiter Sicherheitsberatung Kapo St. Gallen, vermittelte wertvolle Tipps.
Heidy Beyeler
Referent Bruno Metzger freute sich am gut besuchten Informationsabend der EVP den Gästen wertvolle Tipps zur Sicherheitsprävention zu vermitteln. (Bild: Heidy Beyeler)

Referent Bruno Metzger freute sich am gut besuchten Informationsabend der EVP den Gästen wertvolle Tipps zur Sicherheitsprävention zu vermitteln. (Bild: Heidy Beyeler)

Die beiden Polizeibeamten Jemina Jüstrich und Bruno Metzger waren überrascht ob der grossen Anzahl interessierter Gäste: «Damit haben wir gar nicht gerechneten. Das zeigt ein grosses Interesse; somit kann ich dies bereits als Erfolg für diesen Anlass werten», sagte Bruno Metzger mit einem schalkhaften Lächeln und fuhr weiter, indem er auf die Kriminalprävention der Polizei zu Vorgehensweisen organisierter Diebesbanden eintrat.

Er berichtete über authentische Vorkommnisse, wie Bürgerinnen und Bürger von Tätern betrogen und über den Tisch gezogen werden. Es handelt sich meist um Delikte, die der Polizei viel Arbeit bereiten und für die Geschädigten zu Ungemach und Verunsicherung führen.

Die Gefahr lauert auch am helllichten Tag

Trotz regelmässiger Aufklärung fallen immer wieder gutgläubige Menschen auf den alten Enkeltrick herein. «Im Kanton St. Gallen haben wir es jedoch inzwischen gut. Es gibt praktisch keine solchen Vorfälle mehr», stellt Metzger zufrieden fest. «Es wird aber nicht so sein, dass wir keine derartigen Vorkommnisse mehr haben werden.» Es gebe immer wieder irgendwo, irgendjemand, der darüber stolpere und auf solche Tricks reinfalle oder nicht aufpasse. Die Meinung «mir kann so etwas nicht passieren» sei genauso ein Stolperstein, weil man nicht damit rechne. Es scheint sich hier um ein psychologisch ausgetüfteltes Konzept zu handeln. Immerhin werden von der Enkeltrick-Täterschaft bis zu 600 Telefonate im Tag getätigt. Bekannt sei, dass solche Anrufe kurz vor dem Mittag ausgeführt werden.

Nicht zu vergessen sei die bevorstehende Herbstzeit. Die Dämmerung zieht Tag für Tag früher über das Land. Eine Zeit, in der es viel Gartenarbeit gibt. Der erfahrene Sicherheitsleiter Metzger warnt davor das Haus unverschlossen zu verlassen – auch wenn man nur einige Meter vom Haus entfernt im Garten tätig ist. Gewiefte Einbrecher nutzen so geartete Momente – und schon sind sie im Haus und halten Ausschau auf Diebesgut.

Metzger rät auch zu grosser Vorsicht, wenn plötzlich jemand vor der Haustüre steht und seine Dienste (asphaltieren oder «kärchern» des Vorplatzes, Malerarbeiten, Fensterläden malen, oder Angebote von Stromaggregaten und Ähnliches). «Da gibt es alles Mögliche», sagt Metzger. «In solchen Fällen muss jeder selber wissen, ob er unerwartete Handwerker will oder eben doch den Handwerker aus dem Dorf, aus der Region beizieht.» Bei Leuten, die spontan an der Türe erscheinen, ist so oder so Vorsicht geboten. Unbekannte Personen, die sich zum Beispiel als Strom- oder Wasserableser vorstellen werden, am besten nur auf Voranmeldung ins Haus gelassen. «Wenn eine unbekannte Person erstmal im Haus ist, dann ist sie drin!»

Im Fall eines überquellenden Briefkastens geht es heutzutage meist nicht mehr um Anwohner, die in die Ferien weilen. Es kann durchaus ein Bewohner, eine Bewohnerin sein, die hilflos in der Wohnung liegt und dringend medizinische Hilfe bräuchte. Deshalb ist es in diesen Fällen wichtig, sofort die Notrufzentrale der Polizei (117) anzurufen.

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