Engagement zum Schutz von Tieren in Not

Vor zehn Jahren konnte der Tierschutzverein Sargans-Werdenberg die langersehnte Auffangstation eröffnen. Es hat sich gelohnt, wie ein Rückblick auf die vergangenen zehn Jahre zeigt.

Heidy Beyeler
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Die Auffangstation besteht seit zehn Jahren. (Bild: Heidy Beyeler)

Die Auffangstation besteht seit zehn Jahren. (Bild: Heidy Beyeler)

Am Samstag, 22. September, von 10 bis 17 Uhr feiert der Tierschutzverein Sargans-Werdenberg (TSV) das zehnjährige Bestehen der Auffangstation in Buchs (hinter dem Lidl an der Eichenaustr. 40). Zu diesem Fest sind Menschen mit einem Herz für Tiere und Mitglieder des Tierschutzvereins Sargans-Werdenberg herzlich eingeladen.

In den vergangenen Jahren hat sich viel getan bei den Tierschützern in der Region Sargans-Werdenberg. Hunde, Katzen und andere Kleintiere wie Kaninchen, Meerschweinchen, Schildkröten und so weiter finden notfallmässig einen Hort, bis sie ihren Besitzern wieder übergeben werden können oder in einem neuen Zuhause die nötige Aufmerksamkeit geniessen können.

Mit Auffangstation ein Zeichen gesetzt

Mit dem Bau einer Auffangstation in der Region setzte der Tierschutzverein Sargans-Werdenberg ein Zeichen. Während Jahren, um nicht zu sagen Jahrzehnten, haben sich Vorstand und Mitglieder des TSV bemüht, ein Tierheim oder eben eine Auffangstation für Tiere in Not zu schaffen. Der Verein sparte, wo er konnte, und nahm auch gerne Spenden oder gar Legate entgegen. Das Geld wurde für die Erstellung einer geeigneten In­frastruktur angespart. Das Fi­nanzielle war das eine – der Erwerb eines geeigneten Grundstückes das andere.

Heute ist dies Geschichte. Seit zehn Jahren gibt es die wertvolle Auffangstation für Tiere in Not in Buchs. In der Auffangstation gibt es viel Arbeit. Sie liegt in den Händen von Frauen und Männern des TSV, die bereit sind, ihre Dienste auf freiwilliger Basis für Tiere zur Verfügung zu stellen. Das ist das eine. Das andere ist, dass der Verein auch auf Unterstützung der Bürger, der Öffentlichkeit sowie von Spendern angewiesen ist. Froh ist der Vorstand, dass die Gemeinden jährlich einen Beitrag leisten.

Auch der Schweizerische Tierschutz STS unterstützt den anerkannten TSV Sargans-Werdenberg – vor allem im Bereich der jährlichen Aktion zur Kastration von Bauernhofkatzen. Dazu ist zu sagen, dass in der Region Sargans-Werdenberg dafür wirklich viel getan wird und wurde – mit viel Einsatz von Freiwilligen.

Hunde und Katzen – ein aufwendiges Thema

Über extreme Tierschutz-Fälle kann man Bücher schreiben oder boulevardeske Situationen dramatisch darstellen. Das ist das eine. Das andere ist, dass sich der Vorstand und die Helfer beim TSV für das Wohl der Tiere engagieren. «Wir vertreten die Interessen der Tiere, damit sie gemäss Gesetz eine artgerechte Haltung geniessen. Dafür setzen wir uns wirklich ein», sagt Vorstandsmitglied Eveline Büchel. Das war schon immer so. Seit die Auffangstation 2008, also vor zehn Jahren vom TSV realisiert werden konnte, steht eine optimale Infrastruktur zur Verfügung, wo die Tiere professionell betreut werden können, bis für sie ein guter Platz gefunden wird.

Hunderte von Tieren beherbergt

In den vergangenen zehn Jahren wurden insgesamt 238 Hunde und 637 Katzen vom TSV aufgenommen, betreut und für sie ein guter Platz gesucht. Dazu kamen viele Kleintiere wie Kaninchen, Meerschweinchen, Schildkröten. Zudem werden immer wieder Hunde und Katzen als Ferientiere aufgenommen – vor allem Tiere, die vom TSV an gute Plätze vermittelt werden konnten. Seit der Eröffnung der Auffangstation 2008 bis Ende August 2018 wurde die Tierschutzmeldestelle per Telefon oder via E-Mail rund 30000 Mal kontaktiert – sei es wegen herrenloser oder vermisster Tiere oder auch im Fall von nicht artgerechter Tierhaltung. (bey)