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Energiewende ist möglich

Die Energiekommission der Gemeinde Sennwald thematisierte die Energieeffizienz. Mit Referaten wurden Lösungen zur optimierten Energienutzung im Eigenheim aufgezeigt.
Heidy Beyeler
René Bernegg und Simon Berner, Kolb Elektro AG, lassen Roger Eppich, Abwart des Schulhauses Haag, auf dem Velo spüren, dass LED-Lampen weniger Energie brauchen als die konventionellen Glühlampen. (Bild: Heidy Beyeler)

René Bernegg und Simon Berner, Kolb Elektro AG, lassen Roger Eppich, Abwart des Schulhauses Haag, auf dem Velo spüren, dass LED-Lampen weniger Energie brauchen als die konventionellen Glühlampen. (Bild: Heidy Beyeler)

«Energie sparen, Energie fördern, schaffen wir die Energiewende? – das sind Schlagworte, die wir fast jeden Tag in der Zeitung lesen oder im Fernsehen serviert bekommen.» Mit diesen Worten begrüsste Gemeindepräsident Peter Kindler die Gäste im Schulhaus Haag. Da stelle sich natürlich auch die aktuelle Frage: «Finanzieren wir den Atomausstieg, und wenn ja, wie und zu Lasten von wem?» Seine Meinung äusserte Kindler in seiner gewohnten Klarheit, «wenn wir alle – Haus- und Grundeigentümer, Behörden, Gemeinden, Kantone und Bund – zusammenstehen und in der Tat etwas beitragen, und zwar nicht nur bis zum Geldbeutel, dann schaffen wir den Atomausstieg. Ich bin überzeugt, wenn die Schweiz als eines der reichsten Länder der Welt das nicht schafft, dann schafft es niemand».

Die Info-Veranstaltung wurden von der Energiekommission der Gemeinde Sennwald unter der Leitung von Susi Domenig, Präsidentin und Gemeinderätin, organisiert. Informiert und diskutiert wurde über Energieeffizienz in den Bereichen Beleuchtung, Wärme- und Stromversorgung sowie Modernisierung der Gebäudehülle, mit der eine optimale Energieeffizienz erzielt werden kann.

Fachexperten sensibilisieren und inspirieren

Den Auftakt zur Runde der Referenten machte Reto Walter von der Firma Edion, Trübbach. Energielösungen müsse man mit einer gesamtheitlichen Betrachtung von erneuerbaren Energiesystemen angehen, betonte Walter, und «dazu braucht es Fachexperten, die sensibilisieren und inspirieren, damit Hausbesitzer agieren können, um vorhandene Energiepotenziale zu nutzen.»

Anhand konkreter Beispiele zeigte Beat Rüegsegger, Energieberater Grabs, auf, was durch die Sanierungen der Gebäudehülle bei Einfamilienhäusern in Sachen Energieeffizienz bewirkt werden kann. Da verschiedene Varianten einer Sanierung möglich sind, sei es ratsam die Kosten von Fachleuten berechnen zu lassen, um die Förderbeiträge bei einer Gesamtsanierung zu beantragen zu können.

Zum Thema «Wärmepumpen schlau kombiniert» machte Cyrill Waibel, Ingenieurberater der Firma Meier Tobler, Schwerzenbach, anfänglich einen Exkurs über die Grundlagen der Heizungstechnik und die Funktionsweise einer Wärmepumpe. Er wies auf die verschiedenen Arten von Wärmequellen hin, die aus der Luft, aus dem Erdreich, dem Wasser und der Sonne genutzt werden können.

Der Stromverbrauch kann mit ausgereifter Beleuchtungstechnik um ein Vielfaches reduziert werden, ohne auf die behagliche Wohnatmosphäre verzichten zu müssen. Das zeigte Thomas Engler, selbstständiger lichttechnischer Berater, Lienz, im Vergleich zwischen konventioneller Beleuchtung und LED-Beleuchtungskörpern auf. Mit der modernen LED-Beleuchtung in einem Einfamilienhaus kann der Verbrauch von 3085 Watt auf 556 Watt pro Jahr reduziert werden.

Zu guter Letzt ging es beim Referat von Philipp Egger, Geschäftsleiter Energieagentur St. Gallen, ums Geld mit dem Energiefranken. Im Kanton St. Gallen durfte Egger 23 Millionen Franken als Förderkredite des Kantons verwalten, die sich zu einem Drittel aus kantonalen Steuergeldern und zu zwei Dritteln aus Bundesgeldern von CO2-Abgaben stammen.

Wer Beiträge im Bereich von Gebäudesanierungen und erneuerbaren Energien beantragen will, tut gut daran, sich von der Energieagentur beraten zu lassen, die den Hauseigentümern dabei unterstützend zur Seite steht.

Ein Apéro nach den vielen Informationen

Bei allen fünf Referenten lautete das Credo: Wir müssen weg von fossilen Energieträgern und hin zu Wärmepumpen und zur eigenen Stromproduktion. Nach der Fülle von Informationen wurde beim Apéro angeregt diskutiert, Fachwissen ausgetauscht und Kontakte geknüpft, sodass die Tischmesse fast etwas in den Hintergrund rückte.

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