Endlich wieder arbeiten! Die Vorfreude bei Coiffure-Geschäften und Kosmetikstudios ist gross

Das Bedürfnis der Bevölkerung nach Haare schneiden und seinem Körper was Gutes zu tun ist sehr gross. Neben der Pflege von Haar bis Zehennägeln ist beim Coiffure und in der Kosmetik das Soziale elementar.

Robert Kucera
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Gut geschützt: Nadja Kolb von JaWohl – Gsund dur d’Gass.

Gut geschützt: Nadja Kolb von JaWohl – Gsund dur d’Gass.

Bild: Robert Kucera

Ab Montag ist es wieder soweit: Coiffuregeschäfte und Kosmetikstudios öffnen ihre Türe. Endlich kann das lange Haar geschnitten, die Frisur gestaltet und der Körper von Kopf bis Fuss ordentlich gepflegt werden.

«Wir brennen darauf, unserer Tätigkeit wieder nachzugehen. Das ganze Team freut sich sehr darauf, wieder zu arbeiten», sagt Christine Rhyner, Inhaberin von Coiffure Domino in Buchs. «Ich freue mich darauf, zu öffnen und die Kundschaft wieder zu empfangen», teilt die Inhaberin von JaWohl – Gsund dur d’Gass in Buchs, Nadja Kolb, mit.

Dass nun in diesen Branchen wieder die Kasse klingelt, ist zwar wichtig, aber letztlich doch nur zweitrangig. Wie beide Geschäftsinhaberinnen berichten, habe man den Kundenkontakt sehr vermisst. Mit zahlreichen Stammkunden hielt man telefonisch Kontakt. So fiel die soziale Interaktion nie auf den absoluten Nullpunkt.

Die Freude über die Wiederöffnung ist somit keine einseitige Angelegenheit. Die Kunden können es kaum erwarten, zu ihrem Lieblingscoiffure zu gehen oder in ihr bevorzugtes Kosmetikstudio. Sie können dies ohne gesundheitliches Risiko tun. Denn die geforderten Schutzmassnahmen werden in diesen Branchen sehr Ernst genommen und rigoros umgesetzt.

Terminkalender ist schon voll

Schritt für Schritt soll das Geschäftsleben wieder Fahrt aufnehmen. Als erste dürfen sich Coiffure-Geschäfte und Kosmetiksalons freuen, ihre Kundschaft wieder begrüssen zu dürfen.

Jedoch kann keine Rede davon sein, dass man sich in diesen Branchen langsam wieder an die Berufswelt herantastet. Salopp formuliert, geht nun überall die Post ab. Über mehrere Tage, so berichtet Christine Rhyner, Inhaberin von Coiffure Domino in Buchs, sei man bereits voll ausgebucht. «Ab Dienstag, wenn wir wieder offiziell geöffnet haben, erwarte ich den nächsten grossen Run», blickt sie in eine arbeitsreiche nahe Zukunft.

Das Bedürfnis nach Körperpflege ist in Kosmetiksalons noch mehr zu spüren. «In den nächsten zwei Wochen ist mein Terminkalender voll», äussert sich Nadja Kolb, Inhaberin von JaWohl – Gsund dur d’Gass in Buchs. Auch Beatrice Rohner vom Kosmetikstudio Beauty Lounge ist bereits zu diesem Zeitpunkt mehrere Wochen ausgebucht.

Wie Kolb erklärt, ist die Fusspflege am gefragtesten. Doch auch das fachgerechte Zupfen der Augenbrauen und die Hautpflege stehen hoch im Kurs.

Gewöhnungsbedürftiges Bild für die Kunden

«Die Arbeit wird etwas anders sein», sagt Kosmetikerin Kolb zu der bevorstehenden Wiedereröffnung ihres Geschäfts am Dienstag. Viele Vorgaben des Bundesamts für Gesundheit müssen eingehalten werden. «Unser Vorteil ist, dass wir mit zwei abgetrennten Räumen genug Platz haben», erklärt Coiffeuse Rhyner, dass Social Distancing in ihren Räumlichkeiten keine grosse Hürde darstellt.

In beiden Geschäften werden die Kunden gestaffelt empfangen, sodass im Eingangsbereich oder an der Kasse keine Nähe herrsche. Rhyner wird ausserdem vorübergehend über eine Receptionistin verfügen, die sich ums Telefon kümmert, während ihre Angestellten und sie sich voll auf ihre Kunden konzentrieren können und so auch nicht ständig am Mundschutz hantieren müssen.

Mit Gesichtsschutz, Mundschutz, Handschuhen und dem stets griffbereiten Desinfektionsmittel bestens gerüstet: Christine Rhyner und Annika Gantenbein (von links) von Coiffure Domino.

Mit Gesichtsschutz, Mundschutz, Handschuhen und dem stets griffbereiten Desinfektionsmittel bestens gerüstet: Christine Rhyner und Annika Gantenbein (von links) von Coiffure Domino.

Bild: Robert Kucera

Sich die Haare von einer Person mit Mundschutz schneiden zu lassen – das wird für die Kunden ein gewöhnungsbedürftiges Bild sein. Zum Schutz aller sind aber gewisse Regeln einzuhalten. Dazu gehören auch Hygienemassnahmen wie das Händewaschen und desinfizieren. Zusätzlich wird bei Coiffure Domino in Buchs mit einem Gesichtsschutzschild aus Plexiglas gearbeitet. «Dieser wird nach jedem Kunden desinfiziert», betont Rhyner.

Kundschaft darf sich schützen, muss aber nicht

«Vielen Kunden fragten bereits bei der Terminreservierung, ob ich mit einem Mundschutz arbeite», erläutert Kolb. Die Kunden haben ein grosses Bedürfnis, was die Körperpflege angeht – aber auch was Schutz vor einer Erkrankung angeht. Auch bei JaWohl – Gsund dur d’Gass wird Hygiene gross geschrieben. «Nach jeder Behandlung werden Arbeitsmaterialien und Liegen desinfiziert und anschliessend sterilisiert. Zudem werden nach jedem Kunden die Räume durchgelüftet», schildert Nadja Kolb ihre Massnahmen.

Auch sie hat ein Gesichtsschutzschild geordert, das Tragen von Mundschutz und Handschuhen ist für sie Pflicht. Zumindest für die Fusspflege-Kundschaft ändert sich hier nichts. Denn im Umgang mit Füssen griff Kolb seit jeher zu Mundschutz und Handschuhen.

Die Coiffure-Geschäfte und Kosmetiksalons der Region sind also bestens gerüstet. Doch wie sieht es bei den Klienten aus? «Unsere Kunden erhalten zusätzlich einen Plastikmantel», erklärt Christine Rhyner.

Wie sie und Nadja Kolb betonen, sind die Kunden zudem angehalten, sich ebenfalls die Hände zu waschen, zu desinfizieren und erhalten auf Wunsch einen Mundschutz. Doch dies beruht alles auf Freiwilligkeit, es herrscht kein Zwang.