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Elsbeth Maag: «Meine Sprache ist meine Heimat»

Der Einwohnerverein Räfis-Burgerau organisierte gestern eine würdige Bundesfeier.
Hansruedi Rohrer
Auch EVRB-Präsidentin Patrizia Baumgartner und Vorstandsmitglied Michael Wehrli stehen unter dem «Schweizer Himmel» an der Bundesfeier helfend bereit. (Bild: Hansruedi Rohrer)

Auch EVRB-Präsidentin Patrizia Baumgartner und Vorstandsmitglied Michael Wehrli stehen unter dem «Schweizer Himmel» an der Bundesfeier helfend bereit. (Bild: Hansruedi Rohrer)

Beim Kirchgemeindehaus waren die bereitgestellten Tische und Bänke am Vormittag schon bald von den zahlreichen Besucherinnen und Besuchern der Bundesfeier im südlichen Dorfteil besetzt, und auch gerne verweilte man unter den aufgespannten Sonnenschirmen. Bei Kaffee, Gipfeli oder Kuchen liess man es sich gut gehen, und auch gegen den weiteren Durst hatte der organisierende Einwohnerverein Räfis-Burgerau (EVRB) wie immer gut vorgesorgt. Der Musikverein Buchs-Räfis und der Tambourenverein Buchs zeigten zwischendurch ihre Engagements, während zum Singen der Landeshymne alle aufgefordert wurden. Das Gesellschaftliche und das Gemütliche standen ansonsten bei dieser Feier im Vordergrund, während der Ansprache von Elsbeth Maag war es jedoch mäuschenstill.

Sprache ist ein Stück der Identität in den Regionen

Vereinspräsidentin Patrizia Baumgartner erwähnte in ihren Begrüssungsworten «unseren wunderbaren Schweizerdialekt, der in den verschiedensten Varianten vorkommt, schön und abwechslungsreich, und in jedem Gebiet wieder etwas anders. Vielfältig, und trotzdem einigt er uns.» Diese Sprache sei auch ein Stück der Identität in den Regionen, auf die man stolz sein dürfe, aber auch Sorge zu tragen habe. Damit leitete die EVRB-Präsidentin über zur Gastreferentin Elsbeth Maag, welche sich sehr freute, in Räfis-Burgerau zu sprechen. In wahrem Dialekt versteht sich. Sie habe natürlich schon einen Bezug: «Unsere Kartoffeln, Zwiebeln und Bohnen wachsen nämlich in Burgerauer Erde», verriet sie. Jedes Werdenbergerdorf habe eine eigene Färbung in der Sprache, sagte sie weiter. Aber die Sprache sei schon immer dem Wandel ausgesetzt gewesen.

«Die Sprache verändert sich, weil sich die Welt verändert.»

Die Schweiz sei viersprachig, also vielsprachig, deshalb wolle man doch offen sein für andere Sprachkulturen. Es komme auch gar nicht darauf an, in welchem Dialekt man miteinander spreche, Hauptsache, man rede miteinander. «Die Sprache ist das Werkzeug zum Kommunizieren, passen wir auf bei der Wortwahl. Wir wollen ja diskutieren, nicht verletzen oder Unverständnis schaffen.» Man müsse deswegen nicht in einer hochtrabenden Ausdrucksweise daherkommen: «Das macht uns nicht gescheiter.»

Im Zusammenhang mit ihrer Bundesfeier-Rede erkundigte sich Elsbeth Maag im Vorfeld bei einigen Personen nach deren Sprachraum und Sprachheimat. Die Antworten liessen sie über die eigenen Sprachwurzeln nachdenken. Mit der Sage von Urla und Urlina erklärte die Rednerin ihre Sprachheimat: «Ich trage meine Sprache in mir, immer und überall. Ich kann sie nicht weggeben und will sie nicht weggeben. Meine Sprache ist meine Heimat, denn meine Urmutter Urla hat sie mir eingeflösst.»

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