Eiskunstläuferin Carla Scherrer bleibt unter den Erwartungen

Patzer im Kurzprogramm und Unsicherheiten in der Kür führten dazu, dass es Eiskunstläuferin Carla Scherrer an der Schweizer Meisterschaft in Lugano nicht gelang, ihre bisherigen Leistungen und ihr Potenzial zu bestätigen. Es resultierte am Ende der 35. Rang

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Scherrer blieb an der Schweizer Meisterschaft unter ihrer Bestleistung.

Scherrer blieb an der Schweizer Meisterschaft unter ihrer Bestleistung.

Bild: Martin Trendle

(PD) Der Auftakt des Kurzprogramms begann durchzogen «Carla Scherrer war zu kreativ», wie Trainer Daniel Fürer im Nachgang scherzhaft feststellte, «sie hat auf dem Eis Dinge erfunden, welche sie so noch nie gezeigt hat». Dazu gesellte sich der Rittberger, welcher nur einfach, anstatt doppelt rotiert war. Fürer erklärte auch, dass der Druck im Kurzprogramm deutlich höher ist, da nur drei Elemente gezeigt werden können. Die Chance für eine rangmässige Verbesserung bestand darin, dass die Läuferinnen nach dem ersten Tag punktemässig nahe beisammen lagen.

Zwei Stürze in der Kür

In der Kür startete die 13-jährige Trübbächlerin hervorragend. Die Doppelsprünge gelangen gut. Was dann passierte, kann sich Carla Scherrer selbst nicht erklären. In den letzten drei Elementen (Doppel-Salchow, Schrittfolge und eingesprungene Sitzpirouette) rutschte sie jeweils aus und musste gar zwei Stürze hinnehmen. Im Endeffekt schauten 55,03 Punkte heraus, womit Scherrer fast zehn Punkte unter ihrer Bestleistung lag. Von 41 Starterinnen belegte sie im Schlussklassement Rang 35 und ist damit um eine Erfahrung reicher. Schon die Qualifikation für die nationalen Titelkämpfe war eine hervorragende Leistung, denn es schaffen lediglich knapp 30 Prozent aller Läuferinnen, je einmal mitlaufen zu dürfen

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