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Einwohnerverein Rans-Oberräfis will Altlasten in Campiun beseitigen

Der Einwohnerverein Rans-Oberräfis macht vom Öffentlichkeitsgesetz Gebrauch und verlangt von der Ortsgemeinde Akteneinsicht zu diversen offenen Punkten im Fall Steinbruch Campiun.
Katharina Rutz

Seit dem Ende des Gesteinsabbau im Steinbruch Campiun in Sevelen habe es verschiedene Unregelmässigkeiten und Unstimmigkeiten gegeben. Dies beklagt der Einwohnerverein Rans-Oberräfis (Evro). Deshalb hat Rechtsanwalt Titus Marty im Auftrag des Evro eine Eingabe an die Ortsgemeinde Sevelen als Besitzerin des Areals verfasst. Das Dokument vom 24. Januar geht über fünf Seiten und fasst alle offenen Punkte, die der Evro geklärt haben möchte, zusammen.
Aufgrund der kurzen Zeit kann die Ortsgemeinde Sevelen zu den verschiedenen Punkten noch keine Antwort geben. Sie wird dies allerdings noch nachholen, wie Peter Engler gegenüber dem Werdenberger & Obertoggenburger versichert.

Im Juni 1990 war der Steinbruch Campiun in Sevelen noch durch die Basaltstein AG in Betrieb. (Bild: Hansruedi Rohrer (24. Juni 1990))

Im Juni 1990 war der Steinbruch Campiun in Sevelen noch durch die Basaltstein AG in Betrieb. (Bild: Hansruedi Rohrer (24. Juni 1990))

Renaturierung ist nicht erfolgt

Hauptpunkt der Anfrage ist die Renaturierung und Endgestaltung des Steinbruchareals, welche für den Einwohnerverein bisher alles andere als zufriedenstellend durchgeführt wurde. Vertraglich wurde beim Abbauende vor über 20 Jahren festgehalten, dass die Basaltstein AG die Flächen der Ortsgemeinde für eine Renaturierung zur Verfügung stellt sowie eine Kaution von 100000 Franken dafür leistet.

In den folgenden Jahren stand die Renaturierung zwar immer wieder zur Debatte, ausgeführt worden sei sie aber nicht. Zwischen Basaltstein AG, der Ortsgemeinde und er Politischen Gemeinde sei die Verpflichtung zur Endgestaltung hin- und hergeschoben worden, beklagt der Einwohnerverein. Darüber hinaus behauptet der Evro, dass die Kaution an die Basaltstein AG zurückgezahlt wurde, ohne dass diese etwas zur Endgestaltung des Areals beigetragen habe. Dazu fordert der Evro nun Akteneinsicht sowie die Ausführung der längst überfälligen Renaturierung des Steinbruchareals. «Weder Absichten eines möglichen Deponiestandortes, noch Bemühungen um einen neuen Abbauplan, welche beide höchstwahrscheinlich auf lange Zeit ungewiss sind, rechtfertigen einen weiteren Aufschub in der Behebung des rechtswidrigen und zudem auch gefährlichen Zustandes», heisst es in der Eingabe weiter.

Unstabile Felswände führen zu Betretungsverbot

Ein weiterer Dorn im Auge des Einwohnervereins sind die alten Abbauwände. Die «überhängenden und unstabilen Felswände» im stillgelegten Steinbruch würden in keiner Weise den ehemaligen Konzessionsverträgen, den Vorschriften des Baudepartements und der Abbaubewilligung entsprechen. Die Wände hätten gemäss Plan eine Neigung im Verhältnis 1:5 aufweisen müssen. Der aktuelle gefährliche Zustand liesse sich nicht einfach mit dem vom Ortsverwaltungsrat anbegehrten Betretungsverbot beheben (der «Werdenberger & Obertoggenburger» berichtete).

Laut Einwohnerverein wurde ausserdem Aushubmaterial im nördlichen Teil des Steinbruches mit einem Volumen von rund 75000 Kubikmeter deponiert. Ob diese Deponie rechtskräftig bewilligt worden ist und wie viele Deponiegebühren dafür eingenommen wurde, darauf habe die Ortsgemeinde nie eine schlüssige Antwort gegeben. Auch hier fordert der Evro aufgrund des Öffentlichkeitsgesetzes vom Ortsverwaltungsrates eine Offenlegung der Fakten.

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