Das Buchser Einkaufszentrum wirkt wie ausgestorben

69 Geschäfte entlang der Bahnhofstrasse bleiben wegen des Corona-Virus geschlossen.

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Dutzende von Geschäften an der Buchser Bahnhofstrasse sind seit Montag geschlossen. Dieses Unternehmen verweist auf seine sozialen Medien und verschickt portofreie Modepakete.

Dutzende von Geschäften an der Buchser Bahnhofstrasse sind seit Montag geschlossen. Dieses Unternehmen verweist auf seine sozialen Medien und verschickt portofreie Modepakete.

Bild: Heini Schwendener

Die Stimmung und der Anblick der Buchser Bahnhofstrasse am Dienstagmorgen werden in die Geschichtsbücher eingehen: Nur ganz wenige Leute schlendern durch die Strasse, die beidseitig von unzähligen Läden und Restaurants gesäumt wird. Die meisten Passanten sind alleine unterwegs. Wer doch mit jemand ins Gespräch kommt, diskutiert zumeist im geforderten Sicherheitsabstand über das, was sich hier gerade abspielt.

Der W&O hat sich auf die Schnelle einen Überblick verschafft. Das Ergebnis stellt den Ladenbesitzern und -betreibern ein gutes Zeugnis aus. Es scheint, dass kein einziges Geschäft die Vorgaben des Bundesrates verletzte. Rund 60 Verkaufsgeschäfte – vor allem Kleiderläden, daneben Restaurants, Buchläden, Coiffeuersalons, Reisebüros, Schuhläden, Dekogeschäfte usw – sind geschlossen.

Nur noch neun Verkaufsläden waren geöffnet

Lediglich bei neun Läden konnte die Kundschaft am Dienstagmorgen noch einkaufen, in den beiden grossen Lebensmittelläden, in Bäckereien, Apotheken und Drogerien. In einer Drogerie war nur das Lebensmittelsortiment, nicht aber der grosse Rest zugänglich. Auch in den drei Mobilfunk-Shops an der Bahnhofstrasse und am Bahnhofplatz wurde die Kundschaft noch bedient. Intakte Kommunikationsmöglichkeiten, per Handy und Internet, sind in Zeiten wie diesen, in denen man soziale Kontakte möglichst meiden sollte, sehr wichtig, darum sind diese Läden nicht von der Schliessung betroffen.

An den meisten Türen und Schaufenstern wird der Kundschaft der Grund der Ladenschliessung mitgeteilt, gefolgt von Entschuldigungen für die Umstände, die sich daraus ergeben. Viele Läden haben eine Notfalltelefonnummer eingerichtet. Andere hinterlegen Notizen für ihre Lieferanten oder bedanken sich im Voraus bei der Kundschaft, auf die sie nach Corona hoffentlich wieder zählen dürfen.