In Liechtenstein verschlechterte sich die Einhaltung der Coronaregeln

Während sich in der vergangenen Woche die Bevölkerung grundsätzlich sehr gut an die Anordnungen der Regierung gehalten hat, sind ab Freitag über das vergangene Wochenende mit den steigenden Aussentemperaturen auch die Fälle von Verstössen in Liechtenstein gestiegen, wie die Landespolizei meldet.

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Viele Leute hielten sich nicht an die Regeln.

Viele Leute hielten sich nicht an die Regeln.

Raphael Rohner

(wo) Vor allem ab Samstag mussten zunehmend Personen aufgeklärt, ermahnt und vom Aufenthaltsort weggewiesen werden, weil sie sich auf geschlossenen Anlagen aufhielten oder gegen die Ansammlungs- oder Abstandsregeln verstiessen. Typische Plätze waren Schrebergärten, Freizeitanlagen und der Lindenplatz in Schaan.

Polizei verteilte Bussen

Bei zwei Gaststätten in Eschen mussten ebenfalls Regelverstösse festgestellt werden. Wo weggewiesene Personen wiederholt unter Verletzung der geltenden Regeln angetroffen wurden, verhängte die Polizei Bussen in der Höhe von 100 Franken. Am Freitag mussten acht Personen weggewiesen werden, gegen vier Personen wurden Bussen ausgesprochen. Von Samstag bis Sonntagnachmittag verwies die Polizei über 40 Personen des Platzes und sprach neun Ordnungsbussen aus. Die Mehrheit der Personen war volljährig.

Person ignorierte Platzverweis

Eine Person in Schaan, welche trotz Verhängung einer Busse den Platzverweis der Landespolizei weiter ignorierte und provokativ Abstandsregeln verletzte, musste vorübergehend in Polizeigewahrsam genommen werden.

Am späten Nachmittag hat die Landespolizei Mitteilung erhalten, dass am Sonntag zahlreiche grössere Wandergruppen im Alpengebiet unterwegs gewesen seien.

Die Landespolizei konnte dies nicht mehr kontrollieren, weist aber darauf hin, dass die Regeln über die Sammlung von Gruppen nicht über fünf Personen und die Abstandsregeln innerhalb erlaubter Gruppen selbstverständlich auch für das Alpengebiet und die Wanderwege gelten.

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