Die Musikschule bot in Buchs eine vielseitige Musikmatinee

Das Lehrerkonzert der Musikschule Werdenberg fand am vergangenen Wochenende eine dankbare Zuhörerschaft.

Hansruedi Rohrer
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Beeindruckender Auftritt: Schlussbouquet mit Walzer, Polka und Foxtrott an der Lehrerkonzert-Matinee der Musikschule Werdenberg.

Beeindruckender Auftritt: Schlussbouquet mit Walzer, Polka und Foxtrott an der Lehrerkonzert-Matinee der Musikschule Werdenberg.

Bild: Hansruedi Rohrer

Das unter der Leitung von Musikschulleiter Dennis Mungo und der Organisation von Klavierlehrer Jean Lemaire stehende Sonntagvormittagkonzert in der Aula des OZ Flös war nicht nur ein abwechslungsreicher Querschnitt durch verschiedene Musik- und Gesangsrichtungen, sondern gleichzeitig ein Programm, bei dem das Publikum die verschiedensten Musikinstrumente sehen, hören und damit in den einzelnen Kompositionen und Vorträgen geniessen konnte.

Die Zuhörerinnen und Zuhörer quittierten das denn auch mit warmem Applaus. Nicht weniger als 22 Interpreten bestritten dieses Konzert: alles Lehrer und Lehrerinnen der Musikschule Werdenberg. So viel Professionalität kann ja nicht enttäuschen.

Julia Steinhauser mit Anmut und Leidenschaft

Schon der Auftakt mit «Trumpeeters Three» – drei Trompeten mit Klavierbegleitung – war beeindruckend, um ungleich sanftmütig mit dem Stück «The Prayer» mit Violine, Cello und Klavier fortzufahren. Als Solist zeigte sich danach Klaus Wladar mit der Gitarreninterpretation «Fantasia Sevillana op. 29». Anschliessend gab es musikalische Beispiele – ebenfalls alle als hochstehende Interpretationen – des bekannten Filmmusikkomponisten Nino Rota zu geniessen.

Er komponierte zahlreiche Opern, Sinfonien und einiges mehr. Bekannt wurde er vor allem mit seiner Musik zum Film «Der Pate». Die Titelmelodie dieses Streifens brachte denn Nadja Nigg mit bereichernder Solostimme dar. Auch «Toccata», «Trio» und «Sarrabande» stammen vom genan­nten Komponisten. Das letztgenannte Musikstück interpretierte Julia Steinhauser so leidenschaftlich und perfekt wie auch fein und anmutig.

Beeindruckende Stimme

Mit Violine, Cello und Klavier war das Stück «Der Frühling» besetzt, und die anschliessende «Arie der Rusalka» (von A. Dvorak) brachte wiederum Nadja Nigg mit beeindruckender Stimme vor das Publikum, begleitet von Jean Lemaire am Klavier und Julia Steinhauser an der Harfe. Die beschwingt-volkstümliche Weise «Lindt und Sprüngli» brachte leichte Abwechslung und lüpfige Stimmung auf die Bühne. Die Komposition – hier für zwei Violinen, einem Cello und dem Kontrabass – stammt von Musiklehrer Markus Nauer.

Auch mit französischem Chanson

Das Konzert brachte mit dem Lied «Sympathique» und vorgetragen von Heidi Caviezel die musikalische Vielfalt auch auf die Ebene des französischen Chansons. Und mit «The Lady is a Tramp» ebenfalls auf die amerikanische Seite. Zum perfekten Finale versammelten sich elf Musikerinnen und Musiker unter der Leitung von Dirigent William Maxfield auf der Bühne. Mit der «Jazz Suite Nr. 1» von D. Shostakovich vereinten die Interpreten Walzer, Polka und Foxtrott in einem herrlich und herzlich tönenden Schlussbouquet.

Die Musikschule Werdenberg veranstaltet das Lehrerkonzert einmal jährlich. Dennis Mungo begrüsste die Liebhaber gehobener Musik am Anfang und bedankte sich bei ihnen auch diesmal herzlich am Schluss.