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Gerüstbauer Hermann: «Eine spezielle Herausforderung»

Das Hängegerüst unter der Energiebrücke Buchs-Schaan ist auch für Gerüstbauprofis kein alltäglicher Auftrag. Die Konstruktion aus Stahlrohren, Stahlträgern, Abhängern und Alubelägen wiegt 20,5 Tonnen.
Heini Schwendener
Gut gesichert arbeiten die Gerüstbauer auf der spaktakulären Baustelle. Sie montieren an der Energiebrücke Buchs–Schaan in luftiger Höhe ein Hängegerüst, damit danach die Fernwärmeleitungen an den Brückenboden gehängt werden können. (Bilder: Heini Schwendener)
Patrick Hermann, Geschäftsführer der Roman Hermann AG, Schaan, erläutert die Herausforderungen der Gerüstbauer.
1746 Kupplungen/Rohrverbinder halten das Hängegerüst zusammen.
Die Gerüstbauer Karl Frei (links) und Joel Blumer erläutern das Prinzip der Life Line, der Absicherung bei einem Unfall.
In luftiger Höhe auf schwingendem Untergrund montieren die Gerüstbauer, teils auf dem Bauch liegend, die Stahlträger und Alu-Beläge, die an den Abhängern (senkrechte Rohre) an der Energiebrücke hängen.
477 Alu-Beläge bilden später die Arbeitsplattform für die Monteure der beiden Fernwärmeleitungen.
6 Bilder

«Eine spezielle Herausforderung»

Das Hängegerüst an der Energiebrücke ist notwendig, um die Rohre für die Fernwärmeleitung von der KVA Buchs nach Schaan an der Unterseite der Energiebrücke aufhängen zu können (vgl. Titelseite). 69 Stunden haben die Verantwortlichen der Roman Hermann AG in Schaan allein in die Arbeitsvorbereitung gesteckt. 485 Stunden werden aufgewendet, um das Hängegerüst zu montieren.

Gestern informierten Patrick Hermann, Geschäftsführer des Schaaner Unternehmens, und Projektleiter Hans Gantenbein, Bänziger Partner AG Buchs, die Medien vor Ort über die spektakuläre Baustelle in luftiger Höhe über dem Rhein.

Besonders strenge Sicherheitsvorkehrungen

Hans Gantenbein zeigte sich erfreut, dass für diese spezielle Aufgabe letztlich sogar ein Unternehmen vor Ort gefunden werden konnte. Patrick Hermann hat Respekt vor der Aufgabe: «Es ist eine spezielle und grosse Herausforderung für unsere Leute.» Gründe dafür gibt es zahlreiche: So musste das Hängegerüst sich an die Bogenform der Hängebrücke anpassen. Ausserdem konnte es nur an der bestehenden Hängebrücke festgeklemmt werden, um den wichtigen und teuren Korrosionsschutz der Brücke nicht etwa durch Bohrlöcher zu beeinträchtigen. Zudem ist die Arbeit in luftiger Höhe über dem sich ständig bewegenden Wasser eine ganz besondere und auch ungewohnte Herausforderung für die Gerüstbauer. Und dann sind da natürlich noch die Sicherheitsauflagen, die an einer solch exponierten Baustelle besonders hoch sind.

Die beiden Gerüstbauer Karl Frei und Joel Blumer zeigten anhand ihrer persönlichen Sicherheitsausrüstung und der Handhabung der Life Line, welche Sicherheitsvorkehrungen getroffen wurden, um selbst im Fall eines Absturzes der stets mit Seil und «Gschtältli» gesicherten Kollegen den Unfall zu einem glimpflichen Ende bringen zu können. Wenn die Gerüstbauer über dem Fluss und nicht über einer Sandbank tätig waren, standen immer auch Buchser Pontoniere mit einem Motorboot bereit, damit im Falle eines Unfalls der Abgestürzte auf das Boot im Rhein hätte abgeseilt werden können.

Wer in den vergangenen Tagen mehrmals die Baustelle über dem Rhein passiert hat, konnte sich ein Bild von der Effizienz der Gerüstbauer machen. 485 Montagestunden haben sie aufgewendet. Schon bald sind sie fertig. Termingerecht, dass Anfang August mit dem Bau der Fernwärmeleitung über den Rhein nach Schaan begonnen werden kann.

Abbau des Hängegerüsts erfolgt im Herbst

Das Hängegerüst hat ein Gewicht von 20,5 Tonnen, es besteht aus 440 Laufmetern Stahlträger, 616 Laufmetern Stahlrohre, aus 110 Abhängern (an denen das Gerüst an der Energiebrücke hängt) und aus 447 Alubelägen, der späteren Arbeitsbühne für die Leitungsbauer. Das alles wird mit 1746 Kupplungen/Rohrverbindern zusammengehalten.

Läuft das Bauvorhaben nach Plan, ist die Fernwärmeleitung bis Oktober fertig und wird Ende des Jahres angeschlossen. Im Oktober oder November wird dann das Hängegerüst wieder abmontiert. Das Wetter im Spätherbst mit Nebel, Nässe und Kälte wird den Gerüstbauern noch einmal alles abverlangen.

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