Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Peinlichkeit: EW Buchs «vergisst» Rückstellungen und Revisionsstelle merkt es nicht

Die Stadt präsentiert ein Plus von drei Millionen Franken, ein Antrag bezüglich der Unterführung Burgerau wird einstimmig angenommen und vergessene Rückstellungen des EW Buchs geben zu Diskussionen Anlass.
Katharina Rutz
Pricewaterhouse Coopers wird wohl das Mandat der Stadt Buchs verlieren. (Bild: Jack Taylor/Getty)

Pricewaterhouse Coopers wird wohl das Mandat der Stadt Buchs verlieren. (Bild: Jack Taylor/Getty)

Am meisten zu reden gab an der Bürgerversammlung Buchs vom Montagabend die Buchhaltung des Elektrizitätswerkes (EW) Buchs. Offenbar wurde versäumt, gesetzlich vorgeschriebene Rückstellungen zu tätigen. Diese müssen nun für die letzten drei Jahre nachgeholt werden, was den Jahresgewinn im 2018 auf etwas über 7600 Franken schrumpfen lässt. Normalerweise weist das EW Buchs einen Gewinn in Millionenhöhe aus. Im Jahr 2017 waren dies 3,5 Millionen Franken. Auch für das Jahr 2018 wären eigentlich 2,1 Millionen Franken budgetiert gewesen. Stadtpräsident Daniel Gut versichert jedoch:

«Das EW hat deswegen aber kein schlechtes Jahr hinter sich und dies ist auch kein Vorbote für kommende schlechte Jahre.»

Im Bereich des Stromnetzes mussten 2,1 Millionen zurückgestellt werden. Diese Rückstellungen sind buchhalterisch notwendig und vom Gesetz vorgeschrieben. Sie wurden aber nicht gemacht, bis der neue Leiter Finanzen des EW darauf aufmerksam wurde.

Daniel Gut. (Bild: PD)

Daniel Gut. (Bild: PD)

Dass niemand das Versäumnis bemerkt hat, wird von Barbara Gähwiler, Präsidentin der SP Buchs, als ungeheure Peinlichkeit bezeichnet. Der Meinung schliesst sich auch Daniel Gut an. Für die Revision der Rechnung zuständig gewesen ist Pricewaterhouse Coopers (PwC).

«Wir fanden deutliche Worte gegenüber PwC.»

Daniel Gut zeigt sich verständnislos, dass ein so erfahrenes Unternehmen diesen Fehler nicht bemerkt habe. Zumal PwC für unzählige andere Elektrizitätswerke ebenfalls die Rechnung prüfe und das Gesetz seit 2008 in Kraft sei.

Mandat wird neu ausgeschrieben

Barbara Gähwiler nimmt diesen Fehler zum Anlass, erneut dringend auf das Anliegen hinzuweisen, die Revisionsstelle zu wechseln. Andreas Morf, GPK, bestätigt, dass das Mandat in den nächsten Wochen neu ausgeschrieben werde. Der Prozess sei schon nach der letzten Bürgerversammlung gestartet worden. «Die GPK hat die spezifische Erfahrung nicht, diesen Fehler festzustellen. Allerdings hat es der neue Finanzchef des EW nach einem Monat bereits gemerkt. Auch im Internet wurde ich daraufhin relativ rasch fündig. Es gibt eindeutige Weisungen von der Eidgenössischen Elektrizitätskommission Elcom. Ich frage mich selber auch, wie das PwC passieren konnte», sagt Andreas Morf. Die Jahresrechnung des EW wird dennoch von den 259 anwesenden Stimmberechtigten einstimmig gutgeheissen.

Erfreulicher präsentiert sich die Jahresrechnung der Stadt Buchs. Die Stadt hat 5,6 Millionen Franken höhere Steuereinnahmen als budgetiert eingenommen. Diese Mehreinnahmen führten zu einem Rechnungsüberschuss von drei Millionen Franken, gegenüber dem budgetierten Defizit von 2,4 Millionen Franken. Das Eigenkapital erhöht sich so per Ende 2018 auf 34 Millionen Franken. «Das Plus bei den Steuereinnahmen entstand durch nicht vorhersehbare Einmaleffekte, die nicht budgetierbar gewesen sind», erklärt Gut.

Antrag betreffend Unterführung angenommen

Während der allgemeinen Umfrage stellt Andreas Hofer als Vorstand des Einwohnervereins Räfis-Burgerau folgenden Antrag: «Der Stadtrat wird beauftragt eine funktionelle Unterführung für den Langsamverkehr (Personen- und Fahrradverkehr) als Verbindung Räfis-Burgerau zwischen Bäckereistrasse und Eisenbahnweg (beim ehemaligen Bahnhöfli) zu prüfen.» Dieser wurde diskussionslos von der Bürgerschaft angenommen.

«Wir werden das Anliegen prüfen, allfällige Landkäufe bezeichnen und versuchen dieses Land zu reservieren», sagt Daniel Gut.

Marcel Senn, Feuerwehrkommandant von Buchs informiert über den geplanten Zweckverband Feuerwehr Werdenberg Süd. Die Feuerwehren von Wartau, Sevelen und Buchs wollen sich darin zusammenschliessen. Alle Details werden nun ausgearbeitet. Die Bürgerversammlungen aller drei Gemeinden können im nächsten Frühjahr dann darüber abstimmen.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.