Die Matinee des Grabser Jugendblasorchesters begeisterte alle

Zum 33. Mal wurde das Jugendblasorchesterlager U18 durchgeführt, dieses Jahr mit neuem Geist. Am Abschlusskonzert in der Mehrzweckhalle zeigten die Schülerinnen und Schüler ihre musikalischen Fortschritte.

Heidy Beyeler
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Am Samstagvormittag bewiesen die jugendlichen Musikantinnen und Musikanten an der Matinee, was sie vom 8. bis 13. April bei intensiven Proben gelernt haben. Begrüsst wurden die vielen Besucher in der Mehrzweckhalle Grabs mit einem adäquaten Salut von fünf Trommlern.

Passend starteten die Musizierenden mit dem Stück «Start Up The Band» von Gilbert Tinner. Er ist ein gebürtiger St. Galler, ein zeitgenössischer Komponist, dem es vor allem Big Bands und Blasorchester angetan haben.

Vorträge mit tosendem Applaus quittiert

Sicher dürfte wohl auch der Einfluss des 43-jährigen Dirigenten und Leiters des Lagers, Beat Brunner, Wirkung gezeigt haben. Es wurden Kompositionen aus der Filmmusik vorgetragen, mit denen sich die jungen Musikanten gut und gerne auseinandersetzen, denn so etwas spornt an. Das war gut wahrzunehmen. Das Matinee-Programm bewies eine harmonische Note und kam beim Publikum gut an. Die einzelnen Vorträge wurden jeweils mit tosendem Applaus quittiert.

Das Schlusskonzert hat Tradition

Dass sich die passionierten Jungmusiker während der Lagerwoche so richtig ins Zeug legten und die Zeit nutzten, um musikalische Finessen und präzise Einsätze zu perfektionieren, war gut erkennbar. Das ist ihnen definitiv gut gelungen. Dirigent Beat Brunner hat sie beim Auftritt am Samstag gründlich auf den Prüfstein gestellt. Das Schlusskonzert in Grabs hat nach einer harten Probewoche im Landwirtschaftszentrum Salez seit Jahren Tradition. Nach der ersten Woche der Frühlingsferien zeigen die Absolventen, was sie während dieser Zeit hart ausgearbeitet haben. Heuer schien sich in der Mehrzweckhalle Grabs eine disziplinierte Stimmung auszubreiten. Haben die neuen, grosszügigen und modernen Räumlichkeiten im LZSG Salez wohl die Musikanten inspiriert und herausgefordert? Ja, vielleicht schon. Der Auftritt der Musikschülerinnen und Musikschüler an der Matinee fühlte sich an, als ob ein Hauch von neuem Esprit Einzug hielte.

Musikstücke aus neueren Zeiten waren zu hören. Es gab keine eingängigen Ohrwürmer. Das Publikum lernte Filmmusik in der Formation mit Bläsern kennen – von Komponisten aus der Schweiz, Österreich, Deutschland und USA. Es war Filmmusik, die für Blasmusiker und Zuhörer ein freudvolles Terrain auftut.