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Wildobst bietet Imkern wertvolle Futterpflanzen

Am Samstag trafen sich die Delegierten des Imkerverbandes St. Gallen-Appenzell. Neben der üblichen Traktanden bot der Tag ein Referat zum Thema Wildobst als Futterpflanzen für Bienen.
Katharina Rutz
Ruedi Hunziker (links) wurde von Präsident Max Meinherz aus dem Vorstand verabschiedet und zum Ehrenmitglied ernannt. (Bild: Katharina Rutz)

Ruedi Hunziker (links) wurde von Präsident Max Meinherz aus dem Vorstand verabschiedet und zum Ehrenmitglied ernannt. (Bild: Katharina Rutz)

Wildobst kann eigentlich alles, was man sich für seinen Garten wünscht. Die Pflanzen sind unkompliziert, haben dekorative Blüten oder Blätter, bringen Früchte, dienen Vögeln und Insekten als Lebensraum. Wildobst kann also auch als «eierlegende Wollmilchsau» bezeichnet werden. Für den Imker bringen sie noch einen zusätzlichen Nutzen. Verschiedene Wildobstsorten bringen ihren Bienen reichlich Futter. Welche das genau sind, darüber referierte Pavel Beco von der Baumschule Albisboden im Toggenburgischen Dicken vor den Delegierten des Imkerverbandes St. Gallen-Appenzell. 47 Delegierte fanden sich am Samstag im Neubau der Landwirtschaftlichen Schule in Salez ein, zum öffentlichen Vortrag am Nachmittag kamen noch etliche Imker hinzu.

Regierungsrat Bruno Damann zu Gast

Auch Regierungsrat Bruno Damann beehrte die Imker und betonte deren Wichtigkeit für Biodiversität und Landwirtschaft. Die Biene sei ein hochinteressantes Tier, auch wenn er selber sich nicht so gern stechen lassen würde, so Damann. Er ermutigte die Imker trotz der Probleme, wie beispielsweise dem Feuerbrand, weiterhin mit Freude die Imkerei zu pflegen. Ausserdem überbrachten Hans Oppliger im Namen der Landwirtschaftlichen Schule und Susi Domenig, Gemeinderätin, im Namen der Gemeinde Sennwald, ihre Grussworte.

Neues Ehrenmitglied ernannt

Die DV konnte speditiv abgehandelt werden, da die Unterlagen den Delegierten im Voraus auf der Verbandswebsite zur Verfügung gestellt wurden. Alle Traktanden wurden gutgeheissen. Die Rechnung wurde mit einem Verlust von 766 Franken verabschiedet. Ebenso das Budget 2019, welches Ausgaben von rund 11600 und Einnahmen von rund 10900 Franken vorsieht. Aufgrund einer Namensänderung des schweizerischen Verbandes zu Bienen Schweiz hat der kantonale Imkerverband seine Statuten leicht revidiert. Ausserdem verabschiedeten sie das langjährige Vorstandsmitglied Ruedi Hunziker. Er war lange Zeit als Honigobmann tätig und prägte vor allem auch als kritische Stimme die Vorstandsarbeit des Imkerverbandes. Er wurde zum Ehrenmitglied ernannt.

Aus den Jahresberichten der Vorstandsmitglieder erfuhren die Delegierten beispielsweise, dass die Winterverluste im Frühjahr 2018 mittelmässig ausgefallen waren. Ausserdem treten vier Bieneninspektoren, welche den Gesundheitszustand von Bienenvölkern überprüfen müssen, zurück. Vier neue treten in ihre Fussstapfen. Im Werdenberg tritt der langjährige Bieneninspektor Lorenz Huber zurück und sein Sohn Melchior Huber, der den Lehrgang im Januar erfolgreich abschloss, wird seinen Posten übernehmen.

Wildobst als wertvolle Futterpflanzen

Pavel Beco

Pavel Beco

Pavel Beco hat sich mit seiner Baumschule vor allem auf Wildobst spezialisiert. Beco ist in Prag geboren und kam 1968 als Flüchtling in die Schweiz. Er konnte zunächst nicht verstehen, dass Vogelbeeren hierzulande als giftig gelten, hat man sie doch in seiner Heimat gesammelt und zu Konfitüre verarbeitet. Dieses Vorurteil hat Pavel Beco unterdessen behoben. In seiner Baumschule wachsen 2000 Sorten, darunter 600 Obstsorten und 700 Wildobstsorten. Viele davon wären auch ausgezeichnete Futterpflanzen für Bienen und somit für Imker hochinteressant.

So sei beispielsweise die Kornelkirsche sehr wertvoll für die Bienen, da sie früh im Jahr blühe, sagt Beco, der selber einige Bienenvölker hält. Aber auch der Speierling gehöre zu den besten Bienenpflanzen überhaupt. Wertvoll seien auch Kirschpflaumen und Schwarzdorn. Mit der geschickten Pflanzung von Wildobstsorten können laut Pavel Beco durchaus sogenannte Trachtlücken, wenn Bienen in der Natur nur noch sehr wenig oder kein Futter mehr finden, ausgeglichen werden.

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