Rangers verlieren gegen Laupen ehrenvoll

Der UHC Rangers Grabs-Werdenberg trotzte dem UHC Laupen ZH ein 4:5 nach Verlängerung ab und sicherte sich so einen Punkt. Am Ende fehlte dem Heimteam die Kraft, um gar einen Sieg zu realisieren.

Robert Kucera
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Fabian Grässli sorgt mit seinem Treffer zum 4:4 dafür, dass die Rangers gegen Laupen wenigstens einen Punkt holen. (Bild: Robert Kucera)

Fabian Grässli sorgt mit seinem Treffer zum 4:4 dafür, dass die Rangers gegen Laupen wenigstens einen Punkt holen. (Bild: Robert Kucera)

Im Hinspiel waren die Rangers chancenlos. Grabs-Werdenberg unterlag auswärts Laupen gleich mit 3:10. Für diese Schmach hat sich die Mannschaft im Heimspiel vom Samstag rehabilitiert. Es resultierte zwar eine erneute Niederlage, doch dieses Mal zwang Grabs Laupen in die Verlängerung.

Obwohl es nach der Partie hängende Köpfe zu sehen gab, durfte die Werdenberger Crew die heimische Halle hoch erhobenen Hauptes verlassen. Denn die Rangers forderten den Zürchern alles ab und erkämpften sich verdient diesen einen Punkt. Das 4:5 nach Verlängerung hatte Folgen in der Rangliste der Gruppe 4 der 2. Liga. Denn der UHC Laupen verlor in Grabs nicht nur einen budgetierten Punkt, er büsste zudem die Tabellenführung ein. Neuer Leader mit gleich viel Punkten, aber einem besseren Torverhältnis, ist neu der UHC Sarganserland II.

Fast 47 Minuten lang unentschiedener Spielstand

Von Beginn weg vermochte der UHC Rangers Grabs-Werdenberg das Spiel ausgeglichen zu gestalten. Nur in einzelnen Spielabschnitten drohte ihnen die Partie zu entgleiten. Doch das Team fing sich jeweils rasch wieder auf und liess sich auch durch Rückstände nicht verunsichern. Zwar vermochten die Grabser nie in Führung zu gehen, doch während fast 47 Minuten stand die Partie unentschieden – etwas mehr als ein Drittel lag das Heimteam in Rückstand.

Die Zahlen lügen nicht: Die Teams begegneten sich auf Augenhöhe. Mit etwas mehr Wettkampfglück hätten nicht die Gäste aus Laupen, sondern die Rangers mit einem 2:1-Vorsprung in die erste Pause gehen können. Die Gastgeber deckten den gegnerischen Torhüter in den ersten 20 Minuten mit zahlreichen Schüssen ein, doch nur Marco Kobler traf in der 10. Minute zum zwischenzeitlichen Ausgleich.

In den ersten fünf Minuten des Mitteldrittels musste man aber um die Rangers Angst haben. Das 1:3 lag förmlich in der Luft, bis sich Laupen mit einer Zeitstrafe selbst bremste. Das Grabser Powerplay blieb zwar ohne Torerfolg. Doch es war der wichtige Rhythmus-Brecher, der das Heimteam zurück ins Spiel brachte. Das Geschehen glich sich wieder aus, die Rangers kamen zu Chancen. Eine davon nützte in der 32. Minute Bruno Zindel zum 2:2 aus.

Rasche Grabser Antworten auf Gegentore

Im emotionalen dritten Drittel suchten beide Mannschaften die Entscheidung, der Siegeshunger hüben wie drüben war bis hinauf zur Zuschauertribüne spürbar. Den besseren Start erwischten erneut die Laupener, das 2:3 war deshalb verdient. Unglücklich aus Grabser Sicht war, dass es in jener 46. Minute nach einigen Fehlzuspielen hin und her ging, beide Teams Konterchancen besassen, aber bis zum Torerfolg keine Mannschaft konsequent genug agierte. Es spricht für die Gastgeber, dass sie sich durch den neuerlichen Nackenschlag nicht ergaben, sondern den Ausgleich suchten – und in der 50. Minute durch Fabian Kramer auch fanden. Die Gäste-Abwehr brachte den Ball in mehreren Anläufen nicht aus der Gefahren-zone vor dem eigenen Gehäuse weg, Kramer bedankte sich auf seine Art und Weise. Wie beim erstmaligen Rückstand brauchten die Rangers nicht lange, um darauf eine passende Antwort zu geben.

Doch geht noch schneller und weitaus dramatischer. Die Uhr zeigte 53:58 an, als ein Distanzschuss Laupens den Weg ins Tor fand. Untröstlich zeigte sich in dieser Situation der vorderste Grabser Mann, Captain Hans Sturzenegger. Seine Mimik verriet, dass er die Schuld auf sich nahm, diesen Schuss hätte er abblocken müssen. Zehn Sekunden später war dem Spieler mit der Nummer 91 wieder zum Lachen zumute. Denn Fabian Grässli nahm vor dem Laupen-Tor eine Hereingabe volley und traf spektakulär zum 4:4.

Die fällig gewordene Verlängerung wurde von den Gästen klar dominiert. «Wir waren platt», kommentierte Rangers-Trainer Tobias Frehner nach Spielende die Geschehnisse in der Verlängerung. Nach exakt 67 Minuten Spielzeit schoss Laupen folgerichtig das Siegestor.