Berührende Stimmung beim Konzert der Jugendmusik und des Musikvereins Buchs-Räfis

Am vergangenen Sonntag fand ein musikalisch hochstehendes Konzert der Jugendmusik und des Musikvereins Buchs-Räfis statt.

Werner Vetsch
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Feiner Klang und höchste Qualität: Konzert des Musikvereins Buchs-Räfis und der Jugendmusik. (Bild: Werner Vetsch)

Feiner Klang und höchste Qualität: Konzert des Musikvereins Buchs-Räfis und der Jugendmusik. (Bild: Werner Vetsch)

In der voll besetzten evangelischen Kirche bot die Jugendmusik Buchs unter der vorzüglichen Leitung von Christian Mathis mit dem mitreissenden Stück «el Toro» einen fulminanten Einstieg. Einen spannenden Gegensatz dazu bildete eine Komposition mit eher bedächtigen Melodien aus dem schottischen Hochland, bei der die dynamische Spielweise der Jugendlichen voll zum Tragen kam. Bei der anspruchsvollen, beschwingten und für eine Jugendformation passenden «Lucky Lady» beeindruckten die überaus klaren Einsätze und die allgemein ausgezeichnete Disziplin. Mit zwei erfrischenden und lebhaften Zugaben verabschiedete sich die Jugendmusik unter grossem Applaus des Publikums. Der Dirigent Christian Mathis überzeugte nicht nur bei der Jugendmusik mit einem musikalischen Feuerwerk, sondern ebenso beim Musikverein Buchs-Räfis mit der Wahl des Repertoires, seiner präzisen Stabführung und seiner Ausstrahlung.

Sicher im Stil und stark im Ausdruck

Nach dem eindrucksvollen und markanten Triumphmarsch «Attila» begrüsste Vereinspräsidentin Corinne Bänziger die sehr grosse Zuhörerschaft. Hildegard Fässler verstand es ausgezeichnet, die einzelnen Musikstücke und deren Komponisten in angemessener und sehr interessanter Weise vorzustellen.

Das grossartige und klangvolle Werk «Devil’s Tower» baut auf einer oberösterreichischen Sage auf und erzeugte ein eindrückliches Wechselspiel zwischen lauten, fast furchterregenden Sequenzen und ruhigen, subtilen Passagen. Die mit sechs, teils bekannten rätoromanischen Volksliedern wohlgefällig zu einer Rhapsodie verarbeitete «Legenda Rumantscha» bestach durch einen feinen und ausgewogenen Klang.

Nach weichen, melancholischen und geistlichen Perlen aus dem rätoromanischen Kulturraum gelang der eklatante Umstieg in die völlig andere Welt der Filmmusik mühelos. In Anlehnung an den Film «Johnny English, der Spion, der es versiebte» wurde ein Arrangement zusammengestellt, das teils auf der Filmmusik von James Bond aufbaut.

Mitreissender Schlusspunkt mit Filmmusik

Beim Werk «CMYK» wurde durch den Komponisten jeder der drei Farben des modernen Farbendrucks (Cyan, Magenta und Yellow) ein eigenes Motiv zugeordnet. Die Nuancen kamen beim Vortrag bestens zur Geltung und verschmolzen dann im Finale zu einem voluminösen Ganzen. Einen echten musikalischen Leckerbissen bildete die dynamische Musik des bedeutsamsten Filmkomponisten der Gegenwart, Hans Zimmer, mit dem Werk «Movie Milestones». Das Medley aus bekannten Filmmelodien setzte einen mitreissenden und sprühenden Schlusspunkt des in jeglicher Hinsicht wohlgelungenen Anlasses. Der überwältigende Applaus führte zu den zwei besinnlichen Zugaben «Bist du bei mir» von Johann Sebastion Bach und «Heaven» der Band Gotthard.

Der Musikverein und die Jugendmusik Buchs-Räfis bescherten allen Zuhörerinnen und Zuhörern einen nachhaltigen und vielseitigen Musikabend, einen Leckerbissen für alle Freunde der Blasmusik.